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12:00 04.04.2019
Hobbygärtner sollten keine Torferde verwenden. Eine gute Alternative ist Kompost. Quelle: picture alliance / Nestor Bachma
Berlin

Torf ist ein geschätzter Bestandteil vieler Blumenerden. Denn Torf ist nährstoffarm, hat einen sauren pH-Wert und gute physikalische Eigenschaften, die Pflanzen entgegenkommen. Doch der Abbau des Materials schadet der Umwelt: Moore setzen sich aus Torf zusammen, und durch den Abbau wird der Lebensraum von hoch spezialisierten Tieren und Pflanzen zerstört. Außerdem binden Moore große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid, das durch den Abbau freigesetzt wird und zum Klimawandel beiträgt. Umweltexperten und Naturschützer raten daher, alternative Substrate ohne Torf zu kaufen.

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Torfabbau schadet dem Klima

Entsprechende Produkte gibt es im Fachhandel und in Läden mit fair und umweltfreundlich produzierten Waren, aber auch bei einzelnen Baumarktketten und Supermarkt-Discountern, wie ein Einkaufsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt. Viele Anbieter haben torffreie und torfhaltige Erden im Programm. Man sollte also nicht nur der Marke vertrauen, sondern muss das Kleingedruckte anschauen, raten die Experten.

„Torffei“: Hinweise auf Verpackung beachten

Torffreie Erden haben immer Hinweise wie „torffrei“ oder „ohne Torf“ auf der Verpackung und in der Online-Produktbeschreibung. Mit „bio“ hat das nichts zu tun. Auch wenn Produkte mit dem Wort „bio“ vermarktet werden, kann in ihnen nach wie vor Torf stecken, so der BUND.

Wichtig zu wissen: Selbst in „torfreduzierten“ oder „torfarmen“ Erden können bis zu 80 Prozent Torf enthalten sein. Wer sicher gehen will, sollte sich auf der Verpackung über die Zusammensetzung des Substrates informieren. Beachten sollte man das alles auch beim Kauf von Komposterden - auch ihnen kann Torf beigemischt sein.

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Ersatzstoffe für Torf

Immer mehr Hersteller bieten torffreie Alternativen an. Sie bestehen aus Kompost, Rindenhumus und Holzfasern wie Kokos oder Nadelhölzern, erläutert der BUND. Die weiteren Beigaben variieren je nach Hersteller und können zum Beispiel Tonminerale und Lavagranulate für die Wasser- und Nährstoffspeicherung und Xylit für den pH-Wert sein.

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Kompost selbst machen

Wer Kompost selbst herstellen möchte, kann das mit Küchen- und Gartenabfällen wie beispielsweise Eierschalen, Gemüse- und Obstresten, Rasenschnitt oder Kaffee- und Teefilter machen. Darauf achten, dass der Kompost atmen möchte und Luft braucht. Ein abgeschlossener Behälter eignet sich also nicht. Auch der Boden des Behälters sollte offen sein, damit Regenwürmer und Mikroorganismen zuwandern können. Bei Regen den Kompost bedecken, da er sonst faulen kann. Die Verrottung dauert bis zu zwölf Monaten. Bakterienkulturen beschleunigen den Prozess.

Von RND / dpa

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