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Wissen Tipps und Tricks: Clicker-Training für Kaninchen, Ratten und Co.
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11:03 03.05.2019
Zu Beginn hält man den Targetstick so vor das Tier, dass es sich strecken muss, um das Bällchen zu berühren. Quelle: Maria Berentzen/dpa-tmn
Egelsbach

Das Clicker-Training, das man eher vom Training mit Hunden kennt, funktioniert problemlos auch bei Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen. Dazu brauchen Tierbesitzer die passende Ausrüstung: Einen Clicker und einen sogenannten „Targetstick“, also einen Stab, dem die Tiere nach der Konditionierung mit dem Clicker folgen. „Danach sollte man das Lieblings-Leckerli seines Trainingspartners herausfinden, damit die Motivation zum Training besonders hoch ist“, sagt Tierärztin und Autorin Isabel Müller aus Egelsbach.

Clickertraining: Vorsicht bei der Wahl der Leckerlis

Die Leckerlis sollten allerdings gesund sein, denn die Tiere dürfen durch das Training nicht verfetten. „Der erste Schritt des Trainings und zugleich die wichtigste Grundlage ist die Konditionierung auf den Clicker“, betont Müller. Die Tiere lernen, dass sie unmittelbar nach dem Clickgeräusch eine Belohnung erhalten. Anschließend führt man den Target Stick in das Training ein. „Der Trainingspartner soll lernen, den Zeigestab zu berühren, um ein Clickgeräusch und damit eine Belohnung zu bekommen“, erklärt die Tierärztin.

Mit dem Target Stick über Hindernisse

Wie geht man konkret vor? Zuerst hält man den Targetstick vor das Tier, sodass es sich strecken muss, um das Bällchen zu berühren. Bei der Berührung klickt man und belohnt sein Tier. Danach hält man den Stick etwas weiter weg, damit das Kaninchen oder der Nager einen Schritt nach vorne machen muss, um den Stick zu berühren. „Auf diese Weise kann man den Abstand zwischen Tier und Stick immer weiter vergrößern und es auch über größere Strecken und Hindernisse führen“, erläutert Müller. Wer zum Beispiel möchte, dass sein Tier Männchen macht, hält den Stick immer etwas höher über den Kopf des Tieres.

Ratten, Kaninchen und Co. – Welches Tier kann was?

Grundsätzlich können Halter mit jedem Tier trainieren. Sie sollten die Übungen aber an die Tierart, das Alter und mögliche Einschränkungen anpassen. So eignen sich Übungen, bei denen die Tiere über ein Seil balancieren, zum Beispiel für Ratten, nicht aber für Kaninchen. „Außerdem gibt es natürlich immer Nager und Kaninchen, die besonders eifrig bei der Sache sind, und andere, die weniger Gefallen an dieser Art der Beschäftigung finden“, ist Müllers Erfahrung.

Mit der richtigen Lautstärke Ängste nehmen

Da die herkömmlichen Clicker meistens für Hunde ausgelegt sind, können einige Kleintiere vor dem Geräusch erschrecken, weil es ihnen zu laut ist. „In diesem Fall empfiehlt es sich, einen Clicker anzuschaffen, dessen Lautstärke sich regulieren lässt“, rät Müller. Inzwischen sind auch sogenannte Softclicker erhältlich. Man kann das Geräusch aber auch einfach dämpfen, indem man den Clicker in die Hosentasche steckt.

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Hautiere trainieren: Signale deuten

Beim Clicker-Training handelt es sich um eine einfache Trainingsmethode, mit der man die Beziehung zwischen Mensch und Tier stärkt und die Tiere abwechslungsreich beschäftigt. „Dies sollte aber nicht als Ersatz für eine schlechte Haltung dienen“, sagt Tasso Griep vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Wichtig ist zudem, das Training immer ohne Zwang durchzuführen und auf Signale des Tieres zu achten. Sucht es beispielsweise die Nähe zum Betreuer, sobald er klickt, dann hat es Interesse.

„Wendet es sich aber ab und versucht, sich in einem Unterschlupf zu verkriechen, dann sollte man es besser in Ruhe lassen und es nicht stressen“, sagt Griep. Grundsätzlich sollte man seine Tiere nicht in ihren Ruhephasen stören, sondern für das Training die Zeiten wählen, in denen sie ohnehin aktiv sind. „Darüber hinaus sollte die Umgebung, in der man trainiert, sicher sein“, betont Griep. Die Tiere dürfen dort zum Beispiel nicht mit elektrischen Kabeln oder Giftpflanzen in Berührung kommen.

Wie oft muss trainiert werden, um Erfolg zu haben?

„Das Clicker-Training kann für Tiere und ihre Halter eine sehr positive Erfahrung sein“, bekräftigt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte in Frankfurt am Main. Damit das Training gelingt, sollte man es spielerisch und vor allem regelmäßig durchführen. Ideal sind mehrere kleine Übungseinheiten täglich, die jeweils etwa 15 Minuten dauern. „Falscher Ehrgeiz ist hierbei fehl am Platz“, sagt Behr. „Als Halter sollte man selbst entspannt sein. Wer gestresst trainiert, der überträgt diese Haltung sonst auch auf die Tiere.“

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Von RND/dpa

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