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Wissen Streitpunkt Gartenteich: Was Mieter dürfen – und was nicht
Nachrichten Wissen Streitpunkt Gartenteich: Was Mieter dürfen – und was nicht
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13:22 08.07.2019
Wer einen Gartenteich anlegen möchte, muss dies mit dem Vermieter absprechen. Ansonsten kann man im schlimmsten Fall vor Gericht landen. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Berlin

Im Sommer ist ein Gartenteich ein beliebter Rückzugsort. Mieter sollten jedoch mit ihrem Vermieter Rücksprache halten, bevor sie einen Teich anlegen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. In einem Gemeinschaftsgarten ist dafür die Erlaubnis des Vermieters nötig.

Keine einheitlichen Entscheidungen in den Gerichten

Bei Mietergärten haben die Gerichte in der Vergangenheit Streitfälle rund um den Teich nicht einheitlich entschieden: Laut Landgericht Dortmund muss der Vermieter die Anlage eines Teiches nicht ohne weiteres dulden (Az: 1 S 11/99). Die Richter des Landgerichts Lübeck hingegen vertreten die Ansicht, die Anlage eines Gartenteichs entspreche dem vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache, solange der Mietvertrag keine Vorbehalte enthält und sich der ursprüngliche Zustand des Grundstücks bei Mietende wiederherstellen lässt (Az: 14 S 61/92).

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Zur Vorsicht den Teich mit einer Plane abdecken

Mieter müssen außerdem bedenken, dass ihnen die sogenannte Verkehrssicherungspflicht obliegt, wenn sie einen Teich angelegt haben. Sie müssen also dafür sorgen, dass beispielsweise keine Nachbarskinder hineinfallen oder gar ertrinken können. Ist es nicht möglich, das Grundstück gegen unbefugtes Betreten zu schützen, muss die Wasseroberfläche durch eine Plane, einen Gitterrost oder Ähnliches wirksam abgedeckt werden.

Komposthaufen und Planschbecken im Mietgarten

Bei Gemüsebeeten, Planschbecken oder Sandkästen ist es laut Deutschem Mieterbund ähnlich. Mieter von Einfamilienhäusern haben Glück: Der Garten gilt bei Einfamilienhäusern immer als Teil der Mietsache – außer es ist im Mietvertrag klar anders geregelt. Demnach können Mieter sich hier austoben und etwa einen Komposthaufen anlegen, Blumen pflanzen oder auch eine Schaukel aufstellen. Mieter von Mehrfamilienhäusern sollten sich einmal genau den Mietvertrag durchlesen: Denn in diesen Mietshäusern ist die Nutzung des Gartens nur dann erlaubt, wenn es tatsächlich im Mietvertrag geregelt ist.

Wer den Garten mit mietet, muss diesen laut Mieterbund auch pflegen. Das Rasenmähen und Unkraut jäten, kann schnell mal einen ganzen Samstag füllen. Übrigens: Rasenmähen und ähnliche Gartenarbeiten sind nur von 7 bis 22 Uhr erlaubt, das Nutzen von lauteren Gerätschaften wie etwa Laubbläsern sogar nur in der Zeit von 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr.

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Von RND/dpa/hb

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