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Wissen Segways, E-Tretroller und Co. im Test: Fährt hier unsere Zukunft?
Nachrichten Wissen Segways, E-Tretroller und Co. im Test: Fährt hier unsere Zukunft?
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20:24 03.05.2019
Bei der neuen Messe für Fachbesucher und Endverbraucher geht es um Mikromobile mit Elektroantrieb wie E-Scooter, E-Tretroller, E-Bikes und Elektro-Kleinstfahrzeuge. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Ob der Umwelt zuliebe, wegen eines angenehmen Fahrgefühls oder weil die Neuheiten auf dem Markt getestet werden wollen – Elektromobilität erfreut sich bei vielen großer Beliebtheit. Auch die dazugehörigen Mikromobile, also elektrische Leichtfahrzeuge wie E-Trittroller, Segways oder Hoverboards, sind auf dem Vormarsch.

Die „Micromobility Expo

Auf der „Micromobility Expo“ werden verschiedene elektrische Kleinstfahrzeuge präsentiert. Sie sollen die Lücke zwischen Fußgängern, herkömmlichen Fahrrädern und Autos schließen und damit Probleme wie Verkehrsstaus und Luftbelastungen beheben – das teilte der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann, mit.

Die Messe feiert vom zweiten bis zum vierten Mai Premiere in Hannover. Die ersten beiden Tage richteten sich an Fachbesucher aus Industrie, Verwaltung und Politik – am Samstag ist die Messe schließlich ab neun Uhr für alle geöffnet. Besucher erwartet gegen fünf Euro Eintritt ein umfangreiches Aktionsprogramm sowie zwei Parcours. Für Kinder, Schüler und Studenten ist das Ticket gratis.

E-Trittroller, Hoverboard und Co. im Selbsttest

Auf der Messe informieren Unternehmen wie Volkswagen Nutzfahrzeuge, Micro Mobility Systems oder Tier Mobility über die neuesten Trends im Bereich der Mikromobile – darunter Segways, E-Tretroller, Monowheels, Pedelecs, Hoverboards und mehr. Das Problem: Diejenigen, die noch nie ein elektrisches Leichtfahrzeug benutzt haben, wissen oft nicht, welche Modelle für Einsteiger geeignet sind und welche für Anfänger im Stadtverkehr problematisch sein könnten. RND-Reporterin Jessica Orlowicz hat verschiedene Modelle getestet.

Die getesteten Fahrzeuge in Zahlen

Das E-Skateboard: Mit Fernbedienung durch den Verkehr

Bei E-Skateboards gibt man mit einer Fernbedienung Gas. Quelle: helivideo - stock.adobe.com

Mit einer Hand-Fernbedienung gibt man Gas und bremst – das ist ungewohnt, funktioniert aber mit ausreichend Fingerspitzengefühl. Anfänger müssen sich zunächst an den elektrischen Antrieb gewöhnen.

• Geschwindigkeit: Etwa 30 km/h • Reichweite: 26 Kilometer • Gewicht: Etwa 8 Kilogramm • Antrieb: 800 Watt • Preis: 600 bis 1000 Euro

Nie wieder lästiges Abtreten: Der E-Tretroller

E-Tretroller sind leicht zu fahren und eignen sich auch für Anfänger Quelle: dpa

Ideal für alle, die schon als Kind gerne Roller gefahren sind: Der E-Tretroller lockt auch Einsteiger mit Fahrspaß und bleibt stabil.

• Geschwindigkeit: Etwa 25 km/h • Reichweite: 30 Kilometer • Gewicht: Etwa 13 Kilogramm • Antrieb: 500 Watt • Preis: Circa 700 Euro

Elektrische Tretroller: Bedenken im Bundesrat

Elektrische Mikromobile haben es derzeit noch schwer in Deutschland: Die meisten Leichtfahrzeuge sind laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nicht zugelassen. Zu groß seien die Sicherheitsbedenken des Bundesrats.

Für die E-Tretroller fällt die Entscheidung am 17. Mai. Es wird diskutiert, ob die Mikromobile auf Geh- oder Radwege gehören. Die vom Bund vorgebrachten Pläne sehen aktuell vor, dass nur E-Roller, die schneller als 12 Kilometer pro Stunde sind, auf Radwegen fahren sollten. Auf dem Gehweg darf nur mit Schritttempo gefahren werden.

Ein elektrisches Einrad: Das Monowheel

Bis man auf dem Monowheel fahren kann, braucht es Übung. Quelle: olyasolodenko - stock.adobe.comolyasolodenko - stock.adobe.com

Einfach aufsteigen und losfahren? Das könnte mit dem Monowheel schwierig werden. Den Experten von der Messe zufolge dauert es bei den meisten 15-20 Minuten, sich an das elektrische Einrad zu gewöhnen und vorwärts zu kommen.

• Geschwindigkeit: Etwa 25 km/h • Reichweite: 30 Kilometer • Gewicht: Etwa 12 Kilogramm • Antrieb: 550 Watt • Preis: Circa 400 Euro

Die kleine Schwester vom Segway: Der I-Walk

Der I-Walk überzeugt auch den Anfänger: Die Lenkstange bietet Halt und sorgt für eine angenehme Handhabung. Außerdem ist der I-Walk deutschlandweit im Rahmen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zugelassen.

• Geschwindigkeit: Etwa 20 km/h • Reichweite: 35 Kilometer • Gewicht: Etwa 14 Kilogramm • Antrieb: 345 Watt • Preis: Circa 800 Euro

Warum Mikromobile immer beliebter werden

„Elektrokleinstfahrzeuge sind wendig, leise und vor allem umweltfreundlicher als Autos auf Kurzstrecken. E-Tretroller, E-Fahrräder oder Cargo-Bikes breiten sich in hohem Tempo aus und können die Verkehre in den Städten deutlich ändern“, meint Andreas Gruchow von der Deutschen Messe AG Hannover. Im privaten Bereich werden die elektrischen Innovationen vor allem aus zweierlei Gründen genutzt: Während jüngere Generationen von Spaß und Schnelligkeit schwärmen, sieht die ältere Kundschaft – beispielsweise bei Pedelecs – oft eine komfortable Fortbewegungsmöglichkeit, die weniger Anstrengung erfordert als herkömmliches Fahrradfahren.

Elektrische Leichtfahrzeuge für Zusteller

„Die Innovationen in diesem Bereich gehen jetzt in Richtung Transport und Logistik“, weiß Sven Frederic Andres vom Institut für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz der Hochschule Hannover. „Es ist ein großer Sektor mit ebenso großen Anforderungen.“ In Deutschland werden täglich Millionen Pakete verschickt. Dabei sei gerade die sogenannte „letzte Meile“ ein großes Thema – also der letztendliche Transport zur Haustür des Kunden.

Kritik an der Elektromobilität bleibt nicht aus

Umfangreiche technische Vorschriften und die Skepsis gegenüber einer im Vergleich zum Auto geringen Reichweite machen den Mikromobilen den endgültigen Durchbruch derzeit noch schwer. Außerdem müssen Ladezeiten berücksichtigt werden, die vorher nicht da waren.

Ebenfalls problematisch: Pedelecs zum Beispiel erreichen eine Geschwindigkeit um die 50 km/h. „Die Fahrer müssen wissen wie schnell sie sind und ihr Fahrverhalten anpassen, damit andere Verkehrsteilnehmer sie als motorisiert wahrnehmen können. Das kann sowohl auf Radwegen als auch auf Gehwegen zu Konflikten führen“, erklärt Andres. „Allerdings sind das aus meiner Sicht keine Probleme, die man nicht beheben könnte, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Von RND / Jessica Orlowicz

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