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Wissen Pfiffige Futterstationen: Das Büfett ist eröffnet
Nachrichten Wissen Pfiffige Futterstationen: Das Büfett ist eröffnet
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14:16 16.01.2019
Futterstationen für heimische Vögel lassen sich ganz leicht selbst machen. Quelle: Montage/RND
Hannover

Machen Sie Gartenvögeln eine Freude. Mit einer extra Portion Futter helfen sie den heimischen Vögeln in der kalten Jahreszeit. Anstatt die Futterstationen im Handel zu kaufen, kann man sie auch gut selbst machen. Hier pfiffige Ideen.

Milchtütensilo: Upcycling im Garten

Müsli am Morgen, Milchkaffee am Nachmittag: Milch ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, täglich landen etliche leere Milchkartons im Müll. Wer seinen Abfall reduzieren und gleichzeitig Vögeln etwas Gutes tun will, kann das mit diesem Milchtütensilo tun.

Milchtüten lassen sich ganz einfach in kleine Futterstationen umfunktionieren. Quelle: privat

Und so geht’s

Als Erstes den Milchkarton waschen und trocknen lassen. Anschließend den Karton mit heller Acrylfarbe grundieren. Wenn die Farbe richtig trocken ist, wird die Papierserviette aufgeklebt. Dazu löst man zuvor die oberste Schicht einer Serviette und schneidet sie so zurecht, dass sie den Karton möglichst komplett abdeckt. Den Rest deckt man hinterher mit Farbe ab. Dann bringt man den Serviettenkleber auf dem Karton auf, legt die Serviette auf und streicht diese mit dem flachen Pinsel vorsichtig glatt. Jetzt muss der Karton erneut trocknen, dann wird er einmal komplett mit Serviettenkleber bestrichen. Ist auch diese Schicht getrocknet, bohrt man im unteren Drittel des Kartons mit einer Schere vier Löcher für die Sitzstangen – jeweils zwei einander gegenüberliegend in unterschiedlichen Höhen – und steckt ein Essstäbchen hindurch. Etwas darüber macht man an jeder Ecke einen waagerechten Schnitt und drückt die Ecken der Tüte nach innen. Zum Schluss füllt man das Milchtütensilo bis oben hin mit Körnern und Samen, dreht den Schraubverschluss zu und hängt es an einem Band ins Freie. Fertig!

Das wird gebraucht: Ein leeres Tetrapack Milch, Papierservietten mit schönen Motiv, Serviettenkleber, Schere, verschiedene Pinsel, Acrylfarbe, Essstäbchen, Bindfaden, Vogelfuttermischung.

Fliegende Untertasse: Die Vogelfutterstation für Kreative

Noch ein Jahr, dann kann Simone Fröbel aus Leipzig ein großes Jubiläum feiern: Zehn Jahre betreibt sie dann bereits ihren Blog „Ines Felix – Kreatives zum Nachmachen“, auf dem sie ihre Leidenschaft fürs Selbermachen auslebt. Von Holzeulen bis zu Grußkarten – mehr als 450 DIY-Projekte hat die 49-Jährige bereits veröffentlicht. Da sie als Immobilienmaklerin und Mutter nicht allzu viel Zeit hat, legt sie stets großen Wert darauf, dass die Basteleien schnell und einfach umzusetzen sind.

Simone Fröbel lebt auf ihrem Blog „Ines Felix – Kreatives zum Nachmachen“ ihre Leidenschaft fürs Selbermachen aus. Quelle: privat

Idee von Simone Fröbel: Es gab den ersten Bodenfrost, es stürmt, es schneit – höchste Zeit also, die Vogelfutterstation im Garten zu aktivieren. Während meine Oma im großen Stil mit Vogelhaus und Meisenknödeln an den Start geht, bin ich eher der dekorative Vogelfütterer. Passend dazu liefen mir am Flaschencontainer unseres Ortes gerade ein paar alte, abgelegte Tassen samt Untertassen über den Weg. Schnell hatte ich eine Idee, was ich daraus machen könnte.

Die Idee für diese kreative Futterstation hatte Bloggerin Simone Fröbel an einem Flaschencontainer. Quelle: privat

Und so geht’s

Als Erstes befestigt man die liegende Tasse mit Montageklebeband oder Spiegelklebeband an der Untertasse und lässt das Ganze vor dem Ausflug in die Kälte und Nässe ein paar Tage im warmen Zimmer binden. Das wird sicher nicht ewig halten, aber vielleicht eine Saison. Wer ganz sicher sein will, dass die Untertasse hält, muss auf Spezialkleber für Glas und Porzellan zurückgreifen. Wichtig ist, dass der Henkel der Tasse gerade nach oben zeigt, damit die Futterstation ausbalanciert aufgehängt werden kann. Am besten zeichnet man die genaue Position vorher mit einem Bleistift an Untertasse und Obertasse ein und bringt das Klebeband exakt an dieser Stelle an. Klebt die Tasse erst einmal auf der Untertasse, kann und sollte man nicht mehr viel daran rütteln. Zum Schluss befestigt man einen Strick am Henkel der Tasse, bindet ihn an einen Ast und schüttet eine Handvoll Vogelfutter in die Tasse. Fertig ist die fliegende Vogeluntertasse!

Das wird gebraucht: alte Obertasse, alte Untertasse, reißfester Strick oder reißfeste Schnur zum Aufhängen, Montageklebeband beziehungsweise Spiegelklebeband (wenn es schnell gehen soll) oder Zweikomponentenkleber für den Außenbereich (wenn es für immer halten soll), Vogelfutter.

Efeuhaus: Kleine Vogeloase für den Winter

Für Luisa Ehlgötz hört schönes Wohnen nicht an der Haustür auf – ihre Bastelideen und DIY-Projekte beziehen auch Balkon und Garten mit ein. Selbermachen ist für die 26-Jährige mehr als nur ein Trend, inzwischen ist es ihr Beruf: Ehlgötz, die in Berlin Architektur studierte, ist der Kopf hinter dem Blog „Schere Leim Papie“, der sich den Themen DIY und Upcycling im Interieurbereich widmet. Ihr Credo: „Es ist viel günstiger, wenn ich mir meine Möbel und Accessoires selbst baue.“

Für Bloggerin Luisa Ehlgötz hört das schöne Wohnen nicht an der Haustür auf. Quelle: Schere Leim Papier

Idee von Luisa Ehlgötz: Wer für Vögel im Winter ein Futterhäuschen basteln möchte, das nicht nur praktisch ist, sondern auch gut aussieht, kann das entweder von Grund auf selbst bauen oder aber eine leichte Abkürzung nehmen: Mit nur wenigen Mitteln lässt sich nämlich aus einem simplen, fertigen Holzvogelhaus im Handumdrehen eine kleine Vogeloase gestalten.

Und so geht’s

Zuerst wird das gesamte Vogelhaus mit der weißen Kreidefarbe bemalt. Anschließend wird mit der Farbe in Mint der Verlauf gestaltet. Dafür können einzelne Farbabstufungen separat gemischt werden und in einzelnen Streifen aufgetragen werden. Wenn die Kreidefarbe getrocknet ist, kann sie, um besser vor der Witterung geschützt zu sein, mit einem matten, durchsichtigen Acryllack überzogen werden. Die Pinsel müssen nach der Benutzung des Lackes mit Pinselreiniger ausgewaschen werden.

Damit sich das Vogelhaus perfekt in die Natur des Gartens einfügt, wird das Dach mit frischem Efeu gestaltet. Statt frischer Blätter können natürlich auch Kunstpflanzen verwendet werden. Wenn der frische Efeu mit etwas Acrylspray fixiert wird, hält er sich jedoch einige Zeit und bleibt lange grün. Die einzelnen Stränge und Blätter lassen sich am besten mit einem Seitenschneider abschneiden und auf die richtige Länge bringen. Die Blätter werden dann am Dach festgesteckt und können bei Bedarf noch mit einer Heißklebepistole fixiert werden. Anschließend wird das begrünte Dach mit reichlich transparentem Acrylspray fixiert. Zum Schluss wird von oben Futter in das Haus gefüllt und ein geeigneter Ort zum Aufhängen gesucht.

Das wird gebraucht: ein Vogelhaus aus unbehandeltem Holz, Kreidefarben in Weiß und Mint, diverse Pinsel, Seitenschneider, Efeu, matter Acryllack, farbloses Acrylspray.

Vogelfutter: Das sollten Sie unbedingt beachten

Sauber:Immer nur wenig Futter auslegen. So verschmutzen die Vögel es nicht mit ihrem Kot. Und es bleibt nichts übrig, was Ratten und Mäuse anlockt. Außerdem sollte das Futter trocken liegen. Ein Futterhaus sollte regelmäßig mit warmem Wasser gesäubert werden.

Schmackhaft:Naturschützer empfehlen Sonnenblumenkerne als Vogelfutter. Denn die fressen viele Vogelarten. Aber auch frisches Obst, Rosinen und Haferflocken eignen sich. Außerdem kann man den Tieren Trinkwasser hinstellen.

Sicher: Das Futter sollte da liegen, wo sich keine Katze heimlich anschleichen kann. Bäume und Büsche sollten also ein paar Meter entfernt stehen. Aber auch Fensterscheiben sollten nicht direkt in der Nähe sein. Die Vögel könnten dagegen fliegen.

Von Sophie Hilgenstock /RND

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