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Wissen NASA erwägt dritten Außeneinsatz zur Reparatur von ISS-Kühlsystem
Nachrichten Wissen NASA erwägt dritten Außeneinsatz zur Reparatur von ISS-Kühlsystem
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13:41 08.08.2010
Erster Einsatz gescheitert: Zwei US-Astronauten haben den längsten Außeneinsatz in der Geschichte der Internationalen Raumstation (ISS) absolviert.
Erster Einsatz gescheitert: Zwei US-Astronauten haben den längsten Außeneinsatz in der Geschichte der Internationalen Raumstation (ISS) absolviert. Quelle: dpa
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„Die für den Tag gestellten Aufgaben wurden nur teilweise erfüllt“, teilte die NASA auf ihrer Internetseite mit. Nach Angaben von ISS-Manager Michael Suffredini wird voraussichtlich ein dritter Einsatz im Weltraum notwendig.

Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson hatten ihren Weltraumspaziergang um 13.19 Uhr MESZ begonnen. Sie verbrachten acht Stunden und drei Minuten außerhalb der Raumstation. Es gelang ihnen dabei nicht, eine defekte Pumpe abzubauen. Laut NASA gelang es nicht, die Pumpe von den Ammoniakleitungen zu lösen. Bei einem Ventil trat giftiges Ammoniak aus, daraufhin mussten die Reparaturarbeiten unterbrochen werden. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde wollen Experten der Missionskontrolle am Sonntag in Houston (Texas) über die weiteren Schritte beraten.

Die Raumstation verfügt über zwei Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Elektronik verhindern soll. Eines davon war vor einer Woche ausgefallen. Die Besatzung ist laut NASA aber nicht in Gefahr. Die Temperaturen an der wichtigsten Schaltstelle seien wegen des ausgefallenen Kühlsystems etwas höher als normal, aber im zulässigen Bereich. Die US-Astronauten könnten zudem jederzeit in den russischen Teil der ISS umziehen, der über ein eigenes Kühlsystem verfügt. An Bord der ISS sind derzeit jeweils drei Astronauten aus den USA und Russland.

Ursprünglich sollten Wheelock und Caldwell Dyson schon während des ersten Einsatzes die defekte Pumpe ausbauen. Danach muss ein 355 Kilogramm schweres Ersatzteil über eine Strecke von etwa zehn Metern transportiert werden, um es dann einzubauen. Dies sollte beim zweiten Einsatz am Mittwoch geschehen. ISS-Manager Suffredini glaubt nicht daran, dass alle Aufgaben beim zweiten Außeneinsatz erfüllt werden können. Dafür brauchte es schon eine „gehörige Portion Glück“, erklärte er.

afp

06.08.2010
Nicola Zellmer 05.08.2010