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14:37 06.12.2011
Ein Arbeiter in der Maowusu Wüste in China.
Ein Arbeiter in der Maowusu Wüste in China. Quelle: dpa
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Berlin

Zum Weltbodentag am Montag hat das Umweltbundesamt (UBA) in Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Institut für Nachhaltigkeitsforschung (IAAS) wesentlich mehr Aufmerksamkeit für dieses Problem gefordert. Anlässlich des Weltbodentags kürten das Umweltbundesamt und das Kuratorium Boden das Niedermoor zum Boden des Jahres 2012. Moore seien wichtige Stoff- und Wasserspeicher und haben auch für den Klimaschutz eine große Bedeutung.

Doch Böden seien mehr als ein zentraler Ort für Stoffkreisläufe. Sie seien auch Basis für die wichtigsten Lebensmittel. Die Folgen der Vernichtung fruchtbarer Böden seien Hunger, Wassermangel und Armut, sagte Klaus Töpfer, früherer Bundesumweltminister und Exekutivdirektor des IAAS. „Um dies zu bekämpfen, sind nicht nur Hilfslieferungen notwendig, sondern auch ein vorausschauender Umgang mit unseren Böden.“

„Wir haben unsere Böden viel zu lange vernachlässigt. Es ist höchste Zeit, sie besser zu schützen und den steigenden Nutzungsdruck auf sie besser in den Griff zu bekommen“, sagte Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA. Böden seien eine begrenzte lebensnotwendige Ressource. Die Weltbevölkerung von etwa sieben Milliarden Menschen und der steigende Konsum stellten eine große Belastung dar. Jedes Jahr geht nach Aussage des Experten eine fruchtbare Fläche verloren, die so groß ist wie die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche Italiens.

dpa

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