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09:23 08.07.2019
Wie Tetris: Wer seine Möbel vorab zerlegt, hat es sowohl beim Transport als auch beim Einlagern leichter. Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn
Hamburg/Düsseldorf

Wenn ein Jobangebot in einer fremden Stadt lockt oder die Renovierung der eigenen vier Wände ansteht, fragen sich viele zwangsläufig: Wohin mit meinen Siebensachen? Gerade für diejenigen, die weder Garage noch Keller oder Dachboden zur Verfügung haben, kann das zu einer echten Herausforderung werden. Eine mögliche Lösung: Selfstorage.

Selfstorage-Lager: Stauraum in verschiedenen Größen

Mittlerweile sind die großen Hallen mit Namen wie Lagerbox, Myplace, Shurgard oder Prime fester Bestandteil vieler deutscher Städte. Sie sind zentral gelegen und damit gut erreichbar. Ihre Räume können flexibel gemietet und relativ kurzfristig gekündigt werden. „Gab es 2009 lediglich 47 Anbieter, existieren heute fast dreimal so viele“, erklärt Christian Lohmann vom Verband deutscher Self Storage Unternehmen (VDS). Dabei gehen die Unternehmen längst über Ballungsgebiete hinaus.

Selfstorage-Lager gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die kleinste Einheit hat eine Fläche von einem Kubikmeter und ist damit vergleichbar mit einem größeren Schließfach. Die größeren Lager messen 120 Quadratmeter und mehr.

Selfstorage: Schon eine kleine Lagerfläche reicht oft aus

Meistens braucht es allerdings nicht viel. „Häufig wird der eigene Bedarf an Lagerfläche falsch eingeschätzt“, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn gestapelt im Lager nehmen die Möbel weniger Platz weg als in der Wohnung. Wer zu viel gebucht hat, erhält auf Nachfrage auch meist eine kleinere Box.

Vor- und Nachteile eines angemieteten Lagerraums

Ein Selfstorage-Lager bietet viele Vorteile: Flexible Mietdauer, Zugang mit personalisiertem Sicherheitscode, Transponder sowie Schlüssel und ein Lager, zu dem Mieter fast rund um die Uhr Zutritt haben. Aber: Die Alternative zum heimischen Keller kostet. Eine schnelle Stichprobe ergibt: In Nürnberg werden etwa knapp 24 Euro pro Monat und Quadratmeter fällig, an einem Berliner Standort 32 Euro. Wer in München einlagert, zahlt für den Quadratmeter monatlich ab 42 Euro.

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Selfstorage: Wer seine Möbel auseinanderbaut, spart Platz

Doch wer geschickt stapelt, braucht wenig Platz und spart Bares. Neben den altbewährten Kniffen wie Schweres nach unten und Leichtes nach oben können Mieter noch mehr tun, um den Platz effektiv zu nutzen – zum Beispiel die Möbel vorab zerlegen. Dadurch fällt nicht nur der Transport leichter: Auseinandergebautes lässt sich auch viel platzsparender unterbringen. „Gepackt wird nach dem Tetris-Prinzip“, so Michel Galka, Sprecher des Anbieters Lagerbox.

Um die Raumhöhe voll auszunutzen, sollten Sofas und Fahrräder hochkant gelagert werden. Leere Koffer oder Kühlschränke hingegen bieten zusätzlichen Stauraum, beispielsweise für Bücher oder Kleidung. Doch Achtung: Kühlschrank oder Eistruhe unbedingt einen Spalt offen lassen. Sonst droht Schimmel.

Was Mieter eines Lagers tun können, um den Überblick zu behalten

Inventarlisten oder ein grober Lageplan helfen, die Übersicht zu behalten. Wer Dinge in Kartons einlagert, beschriftet sie gut sichtbar. So findet sich das Gesuchte gleich viel schneller. Häufig Gebrauchtes wird vorne platziert. Wenn ein benötigter Gegenstand doch mal in der hintersten Ecke landet, schafft ein schmaler Gang Abhilfe. Auch sollte man beim Einräumen daran denken, rechts und links etwas Platz zu lassen. So kann die Luft gut zirkulieren.

Selfstorage: Was darf nicht eingelagert werden?

Grundsätzlich können fast alle Gegenstände eingelagert werden. Waffen, Chemikalien, Rauschgift, radioaktive und toxische Stoffe gehören allerdings nicht dazu. Genauso wenig wie leicht Entflammbares, Verderbliches oder gesundheitsschädliche Stoffe. Auch Lebewesen jedweder Art dürfen dort nicht abgestellt werden. Die Unternehmen verbieten außerdem die Lagerung von Wertsachen wie Pelzen, Juwelen oder Edelmetallen.

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Achtung: Selfstorage ist kein geschützter Begriff

Für diejenigen, die sich gerade nach einem Lager umsehen, gilt: Augen auf bei der Suche. Selfstorage ist kein geschützter Begriff. Und nicht alle Anbieter setzen auf die gleichen Standards. Das Angebot „Selfstorage“ kann vom rostigen Überseecontainer auf dem Schrottplatz bis hin zum klimatisierten Neubaulager reichen.

Von RND/dpa/jo

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