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Wissen Kinder sollten offenbar nicht mit Tamiflu behandelt werden
Nachrichten Wissen Kinder sollten offenbar nicht mit Tamiflu behandelt werden
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17:06 10.08.2009
Kinder  nicht Tamiflu behandelt werden Studie Nebenwirkungen überwiegen positive Effekte
Einer Studie zufolge überwiegen bei Kindern die Nebenwirkungen des Medikamentes Tamiflu. Quelle: Bay Ismoyo/afp (Archiv)
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Bei dem Arzneimittel würden die gefährlichen Nebenwirkungen überwiegen, während sich der Nutzen in engen Grenzen halte, heißt es in einem Bericht, den das „British Medical Journal“ am Montag auf seiner Internetseite veröffentlichte. Demnach kann Tamiflu bei Kindern Übelkeit und Erbrechen verursachen, was zu Austrocknung und anderen Komplikationen führen kann. Die Dauer der Krankheit wird durch das Medikament aber höchstens um eineinhalb Tage verkürzt.

Die aktuelle Verbreitung der Schweinegrippe ist in dem Bericht nicht berücksichtigt. Dennoch lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass der Einsatz von antiviralen Präparaten wie Tamiflu auch bei mit dem Virus A (H1N1) infizierten Kindern die Krankheitsdauer nur wenig reduziert und kaum vor Komplikationen wie Asthma-Anfällen oder Mittelohrentzündungen schützt. Tamiflu kann bei Kindern ab einem Jahr verschrieben werden.

Für die Studie stützen sich die Autoren auf die Daten von vorangegangenen Untersuchungen. Ein Sprecher des schweizerischen Pharmaunternehmens Roche sagte, die in dem Bericht beschriebenen Symptome könnten auch auf die Grippe selbst und nicht auf das Medikament zurückzuführen sein. Roche besitzt das Patent für Tamiflu.

afp