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Wissen Besenheide: Was Sie über die Blume des Jahres 2019 wissen müssen
Nachrichten Wissen Besenheide: Was Sie über die Blume des Jahres 2019 wissen müssen
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16:00 05.07.2019
Die Heide gibt es in vielen Farben auch als Knospenblüher. Für die Bienen sollte man aber offenblütige Pflanzen wählen. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Hamburg

Eigentlich ist die Besenheide eine eher unscheinbare Pflanze. Aber einmal im Jahr, im August und September, zieht sie die Aufmerksamkeit auf sich. Dann verwandelt sie die Heidelandschaften Norddeutschlands in ein buntes Blütenmeer.

Die Besenheide: Blume des Jahres 2019

Die Besenheide (Calluna vulgaris) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Zum Leben braucht sie nicht viel – sie wächst sogar dort, wo andere Pflanzen es schwer haben. „Die Besenheide ist eine prägende Pflanze in den Dünen der Nordseeküste. Aber auch in den Hochalpen kommt sie vor“, erläutert Kolja Dudas von der Loki Schmidt Stiftung in Hamburg. Die Stiftung hat den immergrünen, verholzenden Zwergstrauch zur Blume des Jahres 2019 ernannt.

Heidekraut: Angepasst an magere und trockene Böden

„Besenheide repräsentiert als Schirmart einen Lebensraum mit mageren, sauren und trockenen Böden“, erklärt Dudas. Dort finden sich schützenswerte Tiere wie die Zauneidechse, Kreuzkröte oder Heidelerche. Für viele Insekten ist die Heide Futterquelle und Brutstätte. Die Pflanze, die auch Heidekraut genannt wird, kann bis zu 40 Jahre alt werden.

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Ursprüngliche Heidegebiete gehen immer weiter zurück

Dennoch hat es die Heide schwer: Denn unbebaute nährstoffarme Sandböden werden immer weniger. „Durch flächenhafte Überdüngung in der Landwirtschaft, den hohen Nutzungsdruck und die Zersiedlung der Landschaft gehen diese Flächen immer weiter zurück“, sagt Dudas.

Die ursprünglichen Heidegebiete seien laut Daniel Wolf vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Einfach wieder herstellen lassen sich die Heidelandschaften nicht. Sie sind aus der jahrhundertelangen Beweidung und dem kontrollierten Abbrennen der Heide entstanden.

Heideflächen: Pflegeabhängige Kulturlandschaften

„Ohne Pflege verschwindet die Heide und die Flächen werden wieder Wald“, erklärt Dudas. Heideflächen gehören zu den pflegeabhängigen Kulturlandschaften. Zum einen brauche es eine angepasste Beweidung durch Heidschnucken, eine Schafrasse, und zum anderen das Abbrennen von Flächen, um die Flächen zu erhalten. Da sie aufwendig sind, blieben solche Pflegemaßnahmen hauptsächlich Naturschutzgebieten vorbehalten. „Außerhalb der Schutzgebiete sind größere solcher Landschaften eine Seltenheit und werden voraussichtlich noch weiter zurückgehen.“

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Besenheide: Seit 150 Jahren eine Zierpflanze in Gärten

Als Zierpflanzen zogen Heidekräuter vor etwa 150 Jahren in unsere Gärten. Wer seine eigene Besenheide im Garten oder Blumenkasten pflanzen möchte, findet insbesondere im Juli und August in Gärtnereien und Baumschulen Angebote. Dann gibt es sie in Töpfen in verschiedenen Größen und Farben. Die klassische Besenheide ist auch bei herbstlich-kühlen Temperaturen ein Hingucker. „Heide ist ein Saisonartikel“, sagt Jörg Schneider vom Bund deutscher Baumschulen in Berlin. „Sehr haltbar und lange sehr schön farbig sind die Knospenblüher. Wer aber etwas für die Bienen tun will, sollte lieber offenblütige Pflanzen wählen“, rät er.

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Heide selbst pflanzen: Darauf sollten Sie achten

Im Garten mag die Heide trockene, nährstoffarme Standorte mit durchlässigem und eher saurem Böden. „Nach der Pflanzung sollte die Heide sauer gedüngt werden“, rät Schneider. Heide gedeiht gut unter Kiefern und Fichten, fühlt sich aber auch im Steingarten wohl. Sie blüht in klassischem Violett, Rosa oder Weiß. „Nach dem Winter sollte man sie auf die Hälfte ihrer Länge zurück schneiden und wieder sauer düngen. Dann hält sie im Garten gut fünf bis zehn Jahre.“

Von RND/dpa/jo

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