Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wissen EU-Erschöpfungstag: Am 10. Mai sind Ressourcen aufgebraucht
Nachrichten Wissen EU-Erschöpfungstag: Am 10. Mai sind Ressourcen aufgebraucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 09.05.2019
Das Braunkohlekraftwerk Neurath wird vom Energiekonzern RWE betrieben. Quelle: imago/Future Image
Berlin

Würden alle Menschen auf der Welt so leben wie in der Europäischen Union, hätte die Menschheit schon am 10. Mai alle Ressourcen verbraucht, die die Erde in diesem Jahr nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Report der Umweltverbände WWF und des Global Footprint Netzwerk.

„Die Erde ächzt unter unserem Ökologischen Fußabdruck. In Europa verbrauchen wir so viele Ressourcen, als stünden uns 2,8 Planeten zur Verfügung“, sagte Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleiter beim WWF Deutschland, laut einer Pressemitteilung. „Noch können wir zu den natürlichen Grenzen unserer Erde zurückfinden.“

In den 1960er-Jahren noch im Oktober

Die Berechnungen zum Welt- und EU-Erschöpfungstag sowie den nationalen Overshoot Days gehen auf das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks zurück, der ausweist, wie viel Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse – inklusive der Energieversorgung – zu gewährleisten. In den Sechzigerjahren lag er noch im Oktober und rückte dann immer weiter nach vorn im Kalender.

Innerhalb der EU-Mitgliedsländer gibt es deutliche Unterschiede: So hatte das kleine Luxemburg seine Ressourcen in diesem Jahr bereits im Februar verbraucht, Estland und Dänemark waren Ende März soweit. Die Deutschen leben seit dem 3. Mai über ihren Verhältnissen. Damit ist der Erdüberlastungstag zumindest hierzulande ein Stückweit nach hinten gerückt, denn 2017 wurde der 24. April als Datum für Deutschlands Ressourcenerschöpfung ausgerechnet. Der weltweite „Overshoot Day“ fiel im vergangenen Jahr auf den 1. August.

EU hat besondere Verantwortung“

Mit der Übernutzung der Erde einher gingen steigende Risiken etwa zur Ernährungssicherung, der unwiederbringliche Verlust von Pflanzen- und Tierarten sowie die Klimakrise, sagte Krüger. Er betonte die besondere Verantwortung der EU: Rund 80 Prozent der aktuell geltenden nationalen Umweltschutzgesetzgebung habe dort ihren Ursprung, die Neugestaltung der EU-Agrarpolitik entscheidenden Einfluss auf den Erhalt der Lebensgrundlagen.

Von RND/so

Schon zur Fußball-WM war sie ein Reizthema. Jetzt hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow für eine neue plädiert – und die Debatte neu entfacht. Die Geschichte der deutschen Nationalhymne ist wechselhaft.

10.05.2019

Die gezielte Veränderung des Erbguts beim Menschen ist nach Ansicht des Deutschen Ethikrats bisher unzulässig. Das teilte der Rat am Donnerstag in einer Stellungnahme an die Bundesregierung mit. Der Rat reagiert damit auch auf die Geburt genmanipulierter Zwillinge in China.

09.05.2019

Rasenmäher mit Akkus werden von ihren Herstellern als die Zukunft beworben. Sie könnten Geräte mit Benzinmotor und Elektrokabel langfristig vom Markt verdrängen. Zwei Produkttests zeigen: Die Akkus der meisten Modelle sind tatsächlich schon stark genug.

09.05.2019