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Nachrichten Wissen Blauwale lassen sich von ihrem Gedächtnis leiten
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11:24 27.02.2019
Mit einer Körperlänge von bis zu 33 Metern und einem Gewicht von bis zu knapp 200 Tonnen sind Blauwale die größten Tiere der Erde. Quelle: Jeremy A. Goldbogen/Stanford Unversity
Monterey

Die gewaltigen Blauwale könnten auch über ein gewaltiges Gedächtnis verfügen: Bei ihren Wanderungen folgen die Tiere eher ihrem Erinnerungsvermögen als auf das aktuelle Nahrungsangebot oder auf Umweltbedingungen zu reagieren. Das berichtet ein Team um Briana Abrahms von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS). In Zeiten des Klimawandels könnte diese Strategie den ohnehin bedrohten Meeresriesen allerdings gefährlich werden, weil sie so wenig flexibel auf sich verändernde Bedingungen reagieren können.

Mit einer Körperlänge von bis zu 33 Metern und einem Gewicht von bis zu knapp 200 Tonnen sind Blauwale (Balaenoptera musculus) die größten Tiere der Erde: Sie können locker mehr als 25 Elefanten wiegen, in ihrem Maul hätten hundert Menschen bequem Platz. Die „sanften Riesen“, wie die Bartenwale auch genannt werden, ernähren sich bevorzugt von winzigen Organismen: dem Krill. Die Wale filtern diese Krebstiere durch ihre Barten, indem sie ihr Maul mit gigantischen Mengen Wasser füllen und dieses mit der Zunge wieder herausdrücken. Schätzungen zufolge vertilgt ein einziger Blauwal in den Sommermonaten 40 Millionen Kleinkrebse pro Tag – besonders viel davon findet er in der warmen Jahreszeit in polaren Gewässern. Den Winter verbringen Blauwale in gemäßigten und subtropischen Meeren, wo sie sich auch fortpflanzen.

Blauwale sind stark gefährdet

Das Team um Abrahms hatte nun Tagging-Daten von 60 Walen ausgewertet, die über einen Zeitraum von zehn Jahren gesammelt wurden. Sie verglichen diese mit Satellitenbildern der Ozeane, aus denen sie auf die Verfügbarkeit von Krill schließen konnten. Die Analyse legt nahe, dass sich die Wale bei ihrer Suche nach Beute auf ihr Gedächtnis stützen und zu jenen Standorten zurückkehren, an denen sie in der Vergangenheit viel Krill fanden, berichten die Forscher.

Diese Beobachtung könnte allerdings auch bedeuten, dass die Ozeanriesen nur schwer mit Veränderungen ihrer Ökosysteme umgehen könnten, etwa in Folge des Klimawandels. Schon jetzt gilt der weltweite Blauwalbestand, der etwa 10.000 Tiere umfassen soll, als stark gefährdet.

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Walfänger schlachten ersten Blauwal seit 40 Jahren

Von Landtieren ist schon länger bekannt, dass die den Zeitpunkt ihrer Wanderungen an die Verfügbarkeit von Nahrung anpassen – ein Phänomen, das auch als „Green Wave“-Hypothese beschrieben wird. „Wir wissen, dass viele Arten, die an Land wandern – von den Karibus in der Arktis bis hin zu Gnus in der Serengeti – ihre Überlebenschancen verbessern, indem sie das Tempo und den Zeitpunkt ihrer Wanderungen sorgfältig an die saisonal verfügbare Nahrung anpassen und nicht einfach nur von Punkt A nach Punkt B ziehen“, erklärt Briana Abrahms in einer zur Studie veröffentlichten Mitteilung.

Blauwale gehen bei der Futtersuche strategisch vor

Blauwale würden anscheinend dieselbe Strategie verfolgen, welche noch durch ihr Gedächtnis verbessert würde: „Diese langlebigen, hochintelligenten Tiere treffen Bewegungsentscheidungen auf der Grundlage ihrer Erwartungen, wo und wann Nahrungsmittel während ihrer Wanderungen verfügbar sein werden.“ Die Wale würden auf diese Weise nicht einfach auf aktuelle Bedingungen reagieren, sondern ihre Erfahrungen nutzen – ein weiterer Hinweis darauf, dass die Tiere bei der Futtersuche viel strategischer vorgehen als bislang angenommen. Schon 2015 hatte eine Studie ergeben, dass sie ihre energieaufwendigen Tauchgänge nur dann durchführen, wenn besonders viel Krill vorhanden ist, es sich also wirklich lohnt.

„Wir müssen noch viel darüber lernen, wie sich große Tiere im Ozean bewegen, wie sie guten Lebensraum finden und wie sie von menschlichen Aktivitäten und Umweltveränderungen beeinflusst werden“, fasst Abrahms zusammen.

Von RND/dpa

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