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11:15 28.11.2018
Es muss nicht immer klassisch sein: Bloggerin Lisa Vogel mag ausgefallene Adventskränze. Quelle: Lisa Vogel
Hannover

Adventskränze sind Symbole der Vorweihnachtszeit und schmücken fast jede deutsche Wohnung. Eine schöne Tradition, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt, sondern auch die besinnliche Jahreszeit einläutet. Der Adventskranz wurde im 19. Jahrhundert vom Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern erfunden. Er betreute arme Kinder in einem Waisenhaus, die in der Vorweihnachtszeit oft fragten, wann denn Weihnachten sei. Also bastelte Johann Hinrich Wichern im Jahr 1839 aus einem großen Wagenrad einen Weihnachtskalender für die Kinder. Das Rad trug vier großen Kerzen für die Adventssonntage und kleine Kerzen für die Werktage. Den Betsaal des Waisenhauses schmückte nun ein Wagenrad mit Kerzen – eine Art Weihnachtskalender. Die Kinder wussten nun, wie viele Tage es noch bis Weihnachten sind. Diese schöne Tradition hat sich seitdem fortgesetzt.

Klassisch oder verspielt: Ideen für kreative Kränze

Advents- oder Türkränze können klassisch mit Tannengrün und Weihnachtskugeln daherkommen. Es gibt aber auch Varianten für Adventskranz-Liebhaber, die verspielter sind. Hier vier schöne Ideen.

Der Nusskranz für die Haustür

Ein Weihnachtskranz aus Nüssen verschönert Wände oder auch Türen. Quelle: Julia Sattler

So gehts es: Als Erstes Zeitungspapier auslegen, sonst könnte es Ärger geben, wenn die Nüsse reichlich Dreck machen oder die Heißklebepistole ein paar Tropfen auf den Parkettfußboden spuckt. Dann geht’s los: Die Heißklebepistole mit einer Klebepatrone bestücken und aufheizen lassen. Danach an einer beliebigen Stelle damit beginnen, die Nüsse am Kranz festzukleben. Dazu einen Tropfen Heißkleber an einer Nuss anbringen und sie fest an den Kranz drücken. Einige Nüsse mit dem Nussknacker aufknacken, damit man auch Nusshälften und Schalenteile zum Ankleben zur Verfügung hat. Ist zu viel vom nackten Strohkranz zu sehen, klebt man einfach ein Schalenteil dazwischen oder darüber, um die Stelle zu verdecken. Ist der gesamte Kranz rundum beklebt, lässt man ihn eine Weile trocknen. Dann wickelt man das Band um den Kranz, verknotet es und macht noch eine Schlaufe zum Aufhängen des Kranzes. Vorsicht: Aufgrund der vielen Nüsse bekommt der Kranz ganz schön Gewicht, also lieber ein stärkeres Material wählen.

Info – das wird gebraucht: ein Strohkranz in beliebiger Größe, Walnüsse (oder Bucheckern, Zapfen, Kastanien), Nussknacker, Heißklebepistole (mit genügend Klebepatronen), ein Band.

Für Bloggerin Julia Sattler gehören gebastelte Kränze in der Vorweihnachtszeit mit dazu. „Kränze begleiten mich eigentlich das ganze Jahr über: Ich binde sie aus Lavendelblüten, Dahlien und Kräutern. Besonders wichtig sind mir Kränze allerdings in der Weihnachtszeit. Seit ich denken kann, werden in unserer Familie Advents- und Türkränze selbst gebunden – am liebsten aus den Materialen, die wir draußen in der Natur finden, denn die haben eine besondere Ausstrahlung, wie dieser Nusskranz.“

Julia Sattler schreibt in ihrem Blog über das Hausgärtnern, Einkochen oder über Adventsdeko. Quelle: Julia Sattler

Sie sei ein Landei, dass es geschafft hat, in der Stadt zu überleben, sagt Julia Sattler über sich selbst – schließlich habe Naturverbundenheit nichts mit Örtlichkeiten zu tun. Dass die 34-jährige Produktmanagerin aus Graz nicht ohne Natur leben kann, zeigt sie eindrücklich auf ihrem Blog www.hangzumgruenen.at.

Der Dosenkranz: Aus Konservendosen Neues schaffen

Eine schöne Idee, um Konservendosen wiederzuverwerten: der Dosenkranz. Quelle: Tuba Demiral

So gehts es: Zuerst die Etiketten der Konservendosen abnehmen und die Dosen sorgfältig reinigen. Hinterher gut abtrocknen. Vorsicht: die Ränder sind scharf. Anschließend ins Freie gehen, beispielsweise auf den Balkon oder in den Garten, um die Dosen einzusprühen. Dabei bietet sich ein größerer Karton an, in den man die Dosen stellt. Alternativ legt man Zeitungspapier auf den Boden. In jedem Fall Handschuhe nicht vergessen. Damit die Dosen richtig weiß werden, lohnt es sich, ein zweites Mal zu sprühen, wenn die erste Schicht getrocknet ist. Achtung: Nicht die Dämpfe einatmen. Die Dosen gut trocknen lassen, am besten über Nacht. Anschließend beklebt man die Dosen mit Wa­shi-Tape in einer x-beliebigen Farbe – ich habe schwarzes Tape genommen, möglich sind aber auch rotes, grünes oder goldenes. Danach werden die Dosen mit Moos, Kerzen und Deko bestückt. Als Nächstes die Zahlen Eins bis Vier auf die Geschenkanhänger schreiben und mit Garn an den Dosen befestigen. Dazu mehrmals mit dem Garn um die Dosen herumgehen und eine Schleife binden. Zum Schluss die Dosen auf ein Tablett stellen und ein wenig Deko drum herum legen

Info – das wird gebraucht: vier Konservendosen, Sprühfarbe weiß, Garn, Geschenkanhänger, Moos (aus dem Blumenladen), Washi-Tape, vier Kerzen, kleine Zapfen, ein Tablett, etwas Deko fürs Tablett (z. B. Zimtstangen, Kastanien), Schere, weißer Stift.

Bloggerin Tuba Demiral schreibt in ihrem Blog „Fräulein Zuckerbäckerin“. Quelle: Tuba Demiral

„Für mich gehören Adventskränze zur Vorweihnachtszeit einfach dazu – und natürlich werden sie selbst gemacht. Weil ich es immer schade finde, Dinge wegzuschmeißen, selbst Konservendosen, lag das Motiv für meinen nächsten Adventskranz auf der Hand: ein Dosenkranz“, so Bloggerin Tuba.

Erst war es nur ein Faible fürs Backen, inzwischen ist es ein Fulltime-Job: Seit drei Jahren zeigt Tuba Demiral auf ihrem Blog „Fräulein Zuckerbäckerin“, dass das Leben mit einem Hauch Puderzucker deutlich besser schmeckt. Doch nicht nur mit Süßkram kennt sich die 34-Jährige aus, auch mit skandinavischem Lifestyle. Den vertreibt sie über www.elchundhonig.de.

Kreativer Adventskranz: weihnachtliche Tierparade

Bloggerin Lisa Vogel bloggt unter www.dekotopia.net. Quelle: Lisa Vogel

Die klassische Adventskranzversion mit Wintergrün und Tannenzapfen haut mich nicht mehr vom Hocker, deshalb musste dringend eine Alternative her. Beim Blick auf den Zoo meines kleinen Sohnes kam mir die zündende Idee: eine Tierparade. Meine Wahl fiel dabei auf Elefant, Nashorn, Panda und Eisbär, doch natürlich können auch andere Exemplare mitmarschieren. Der Heißkleber lässt sich übrigens rückstandslos entfernen – nach Weihnachten hat der Nachwuchs die Tiere also unbeschadet wieder.

So geht es: Als Erstes den Clip der Baumkerzenhalter mithilfe einer Haushaltsschere abtrennen. Dann den oberen Teil des Kerzenhalters mit reichlich Heißkleber auf den Rücken der Tierfiguren kleben. Darauf achten, dass er einigermaßen gerade sitzt. Anschließend ein kleines Stück Knete in die Kerzenhalter stecken und damit die Kerze befestigen. Durch die Knete hat sie mehr Halt und kann noch justiert werden, falls der Halter nicht ganz gerade sitzt. Zum Schluss die Tierparade mit Kunstschnee und Zweigen dekorieren.

Info – das wird gebraucht: vier Tierfiguren (zum Beispiel von Schleich), vier Baumkerzenhalter, Haushaltsschere, Heißklebepistole, ein paar (Tannen-)Zweige, etwas Kunstschnee.

Lisa Vogel lässt sich gerne inspirieren. Für den „Tierparade-Adventskalender“ hat sie die kleinen Tiere ihres Sohnes verwendet. Quelle: Lisa Vogel

Für Lisa Vogel ist ihr Blog nicht nur Zeitvertreib, er ist auch Ansporn, mit ihren Hobbys Fotografie und Selbermachen am Ball zu bleiben. Seit 2014 zeigt die 34-Jährige aus Karlsruhe auf www.dekotopia.net
, wie man Broschen herstellt, Polsterstühle bezieht oder Bilderbücher gestaltet. Die Adventszeit ist der jungen Mutter heilig – sie stehe für Besinnung und Vorfreude

Der Mooskranz mit Beeren: Inspirationsquelle Natur

Zu den Lieblingsmaterialien von Ines Kohnert zählt Moos. Quelle: Ines Kohnert

So geht es: Zuerst das Moos um den Strohkranz herum drapieren und gut mit dem Bindedraht umwickeln. Wenn der Kranz im Fenster hängen soll, muss man das Moos auf beiden Seiten des Kranzes anbringen. Anschließend zehn Zentimeter des unteren Drittels mit Sisalschnur umwickeln. Danach die Beeren auf dem Kranz drapieren und mit Patenthaften befestigen. Für zusätzliche natürliche Akzente bieten sich ein paar gesammelte Äste an. Die Äste werden je nach Größe auch mit Patenthaften oder mit Bindedraht fixiert. Zum Schluss werden etwa fünfzig Zentimeter Sisalschnur abgeschnitten und mit einem Knoten oben mittig am Kranz angebracht. Die Schnur dient als Aufhängung.

Info – das wird gebraucht: Strohkranz (Strohrömer), grüner Bindedraht, Patenthaften, getrocknetes Moos, Sisal- oder Kokosschnur, gesammelte kleine Äste, rote Beeren vom Schneeball oder Hagebutten.

Ines Kohnert bloggt unter „Eclectic Hamilton“. Quelle: Ines Kohnert

„Zu meinen Lieblingsbastelmaterialien zählt eindeutig Moos. Getrocknetes Moos vom Floristen ist ewig haltbar, solange es schattig hängt, und lässt sich immer wieder verwenden. Andere Naturmaterialien hingegen verlieren mit den Wochen ihren Zauber. Deshalb ist Moos auch das Mittel erster Wahl, wenn ich mich in der Vorweihnachtszeit dem Thema Kränze widme. Dabei schlage ich gern zwei Fliegen mit einer Klappe – diesen Mooskranz kann man entweder an die Tür, die Wand oder ins Fenster hängen oder aber mit Kerzen bestückt zu einem Adventskranz werden lassen.“

Wenn Ines Kohnert mit ihren beiden Hunden Gassi geht, kommt sie selten ohne neues Material oder Ideen zurück. Die Natur ist ihre Inspirationsquelle, natürliche Deko und Einrichtung ihr Steckenpferd. Seit 2014 zeigt sie die Ergebnisse ihres kreativen Wirkens auf www.eclectichamilton.blogspot.com

Türkranz aus Weihnachtskugeln

Wer es opulenter mag, der bastelt einen Türkranz aus Weihnachtskugeln. Ob nun bunt oder uni: Wie es genau funktioniert, hat Vanessa Casper in ihrem Blog beschrieben. Mehr Infos auf „be real. be plus.

Ein Adventskranz aus Weihnachtskugeln. Quelle: Vanessa Casper

Von Sophie Hilgenstock

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