Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Verkäufer sollen Maklerprovision tragen
Nachrichten Wirtschaft Verkäufer sollen Maklerprovision tragen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 17.08.2018
Wohnungen sind teuer geworden. Die Bundesregierung will jetzt die Käufer zumindest bei den Provisionen entlasten. Quelle: picture alliance / dpa
Berlin/Hannover

Wer eine Wohnung oder ein Haus mit Hilfe eines Maklers verkauft, soll künftig die dafür fällige Provision selbst bezahlen. Mit einer solchen Regelung möchte die Bundesregierung die schon durch hohe Immobilienpreise gebeutelten Käufer entlasten. „Wir prüfen aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt“, sagte Justiz- und Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) am Dienstag.

Dieses Prinzip gilt bereits seit drei Jahren auf dem Markt für Mietwohnungen - seitdem müssen die Vermieter die Provisionen selbst tragen, wenn sie einen Makler einschalten. „Die Einführung dieses Bestellerprinzips war ein wichtiger Schritt, um Mieter spürbar zu entlasten“, sagte Barley.

Derzeit gibt es keine Vorschriften über die Höhe sowie die Gestaltung der Provision. In manchen Bundesländern teilen sich Verkäufer und Käufer das Maklerentgelt, in anderen muss der Käufer allein die Last tragen. Die Höhe der Käuferprovision reicht von 3 Prozent bis 6 Prozent – einschließlich Mehrwertsteuer sind dies 3,57 bis 7,14 Prozent.

In Hannover sind 5,95 Prozent üblich. Beim Kauf einer Eigentumswohnung im Wert von 300 000 Euro sind also 17850 Euro an den Makler zu zahlen. Die gesamten Erwerbsnebenkosten sind jedoch mehr als doppelt so: Dazu kommen in Niedersachsen noch 5 Prozent Grunderwerbsteuer sowie rund 1,5 Prozent für Notar und Grundbucheintragung. Alles in allem werden in diesem Beispielfall 37 350 Euro zusätzlich zum Kaufpreis fällig. In Gegenden mit höherer Maklerprovision und höherer Steuer müsste der Käufer in der Spitze sogar mit mehr als 45 000 Euro Nebenkosten rechnen.

Die Reaktionen auf die Überlegungen in der Bundesregierung fielen gemischt aus. „Das oberste Ziel von Wohnungspolitik in Deutschland muss die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein. Dem kommt Ministerin Barley mit ihrer neuen Initiative aber nicht wirklich näher“, sagte DMB-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Generell sollte die Bundesregierung nicht den Kauf, sondern nur den Bau von Wohnraum fördern, „denn der Ewerb einer Wohnung schafft nun einmal keinen einzigen zusätzlichen Quadratmeter auf dem Mietwohnungsmarkt“. Die Baugewerkschaft IG Bau begrüßte zwar den Vorstoß, forderte aber ebenfalls mehr Anstregungen im Wohnungsbau. Die Bundesregierung müsse „das Riesen-Problem des bezahlbaren Wohnens viel energischer anpacken“.

Der Maklerverband IVD kritisierte die Überlegungen. Bundesgeschäftsführerin Sun Jensch erklärte, dass die Einführung des „Bestellerprinzips“ bei Immobilienkäufen die Preise weiter in die Höhe treiben werde. „Die Verkäufer werden die Provision einpreisen.“ Zusätzlich würde dann noch die Belastung der Käufer durch Steuern und Gebühren steigen, weil sich diese am Kaufpreis bemisst. Ein Immobilienverkauf ohne Makler scheide aber für viele Eigentümer aus, weil sie damit überfordert wären, sagte Jensch.

Von Albrecht Scheuermann

Autofahrer müssen sich in den kommenden Wochen auf deutlich steigende Benzinpreise einstellen. Verschiedene Apps machen es aber zumindest möglich, die günstigste Tankstelle in Ihrer Umgebung zu finden.

14.08.2018

Auch Fischstäbchen sollen heutzutage sexy sein. Deshalb wird der berühmte Käpt’n Iglo mit Rauschebart ausgetauscht und der Italiener Riccardo Acerbi übernimmt. Seit dem Kinderschokolade-Jungen hat kaum ein neues Werbegesicht für so viel Wirbel gesorgt.

14.08.2018

Autofahrer müssen sich in den kommenden Wochen auf drastisch steigende Benzinpreise einstellen. Hintergrund sind die demnächst in Kraft tretenden neuen US-Sanktionen gegen den Iran. Für Autofahrer gibt es aber Möglichkeiten, zumindest die günstigste Tankstelle in ihrer Nähe zu finden.

14.08.2018