Werkschließung in Aachen: Laschet wirft Continental kalten Kapitalismus vor
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Werkschließung in Aachen: Laschet wirft Continental kalten Kapitalismus vor

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15:11 26.09.2020
Kritisiert das Vorgehen von Continental: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Quelle: Federico Gambarini/dpa
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Aachen/Hannover

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Automobilzulieferer Continental für die geplante Schließung des Aachener Reifenwerks kritisiert. Ein Werk zu schließen, ohne vorher mit der Gewerkschaft und dem Land zu reden, sei „kalter Kapitalismus“, sagte Laschet am Samstag bei einer Kundgebung in Aachen mit rund 1500 Menschen. Dieses Vorgehen entspreche nicht der Tradition von Sozialpartnerschaft in Nordrhein-Westfalen, sagte Laschet in Richtung des Managements des Konzerns mit Hauptsitz in Hannover.

Coninental will Reifenwerk in Aachen schließen

Die Autobranche erwarte Milliardenhilfen vom Staat, sagte Laschet. „Ist es wirklich euer Ernst, alle eure Gesprächspartner so zu brüskieren und einfach ein Werk zu schließen?“, hielt der Ministerpräsident dem Continental-Vorstand vor. Für Einsparungen gebe es „intelligente Lösungen“, etwa indem der Personalabbau auf mehrere Standorte verteilt werde.

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Continental will im Rahmen eines verschärften Sparprogramms die Reifenproduktion in Aachen einstellen. Betroffen wären rund 1800 Mitarbeiter. Nach Darstellung des Konzerns gibt es in der Reifensparte hohe Kosten und eine Unterauslastung der Kapazitäten. Der Markt in Europa sei rückläufig. Über die Schließungspläne will der Continental-Aufsichtsrat am Dienstag und Mittwoch beraten.

 

Der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, sagte bei der Kundgebung: „Aachen ist ein hochmodernes Werk, das schwarze Zahlen schreibt.“ Es in einer „Hauruck-Aktion“ ohne Alternativen dicht machen zu wollen, sei „kühler Zynismus“. Dahinter stehe ein Managementverständnis, „das wir ablehnen“, sagte der Gewerkschafter.

Von RND/dpa