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Wirtschaft Weil weckt in China Interesse für JadeWeserPort
Nachrichten Wirtschaft Weil weckt in China Interesse für JadeWeserPort
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13:07 11.11.2014
Foto: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und der Geschäftsführer der Rederei Cosco, Wan Min, sprechen über den Containerhafen JadeWeserPort.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und der Geschäftsführer der Rederei Cosco, Wan Min, sprechen über den Containerhafen JadeWeserPort. Quelle: dpa
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Shanghai

Für den kriselnden JadeWeserPort in Wilhelmshaven gibt es konkrete Hoffnungen auf regelmäßigen Frachtverkehr mit China. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) berichtete am Dienstag während seines Chinabesuches in Shanghai von sehr guten Gesprächen mit zwei der weltgrößten Reedereien. „Beide haben mir bestätigt: Sie befassen sich sehr konkret mit dem JadeWeserPort, weil sie sehen, dass die Elbe und der Hamburger Hafen an ihre natürlichen Grenzen gelangen.“ Auch wenn es zunächst noch keine Entscheidung oder feste Zusagen gebe, zeigte sich der Politiker zuversichtlich, dass der JadeWeserPort Fracht aus China bekommen könnte. Die Chance dazu liege bei deutlich über 50 Prozent, sagte Weil.

Der JadeWeserPort hat seit seinem Start im Herbst 2012 massive Auslastungsprobleme und kam vergangenes Jahr nur auf rund ein Zehntel seines eigentlich geplanten Umschlags. Das waren knapp drei Prozent der Maximalauslastung. Weil traf nun in Shanghai die Reedereien China Shipping und Cosco. Er knüpft dabei an Gespräche an, für die sein Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) bereits erste Weichen stellte. Niedersachsens Ministerpräsident berichtete, dass die Reedereien den Kontakt fortan mit Treffen intensivieren wollen. Der Vertriebschef für den JadeWeserPort-Betreiber Eurogate, Jörn Kamrad, sagte, dass er spontan zwei weitere Gesprächstermine noch in dieser Woche wahrnehme. Kamrad begleitet Weils Delegationsreise. Der Manager berichtete, dass die beiden Reedereien mit zu den größten Kunden am Hamburger Hafen zählten. Auch dort ist Eurogate selber mit Geschäft vertreten. Kamrad zufolge haben große Schiffe in Hamburg gleich drei Probleme:

Ein zu geringer Tiefgang der Elbe mache von der Tide abhängig. Während um die Elbvertiefung juristisch gestritten wird, entfällt dieses Problem am JadeWeserPort, Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen. Laut Kamrad ist auch die Manövrierfähigkeit beim Wenden in Hamburg ein Problem und zu guter Letzt erschwerten Elbenadelöhre wie etwa manche Brücken ein Begegnen großer Schiffe. Kamrad sagte, dass mit den Chinesen auch schon ein Vor-Ort-Termin in Wilhelmshaven im Januar verabredet worden sei. Nach den Gesprächen mit den Reedereien hielt Weil in Shanghai an der Tongji-Universität einen Vortrag über Zukunftsthemen der Mobilität wie etwa batteriebetriebene Autos oder der Trend Car Sharing. Danach stand eine Besichtigung im nahen Volkswagen-Werk in Anting an.

dpa

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