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Wirtschaft Passus vergessen: 100 Mitarbeiter auf Lebenszeit eingestellt
Nachrichten Wirtschaft Passus vergessen: 100 Mitarbeiter auf Lebenszeit eingestellt
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17:49 01.04.2019
Wegen eines Formulierungsfehlers in Arbeitsverträgen haben Dutzende Mitarbeiter der Düsseldorfer Rheinbahn das Anrecht auf ein lebenslanges Arbeitsverhältnis. Quelle: dpa
Düsseldorf

Wegen eines Formulierungsfehlers in Arbeitsverträgen haben Dutzende Mitarbeiter der Düsseldorfer Rheinbahn das Anrecht auf ein lebenslanges Arbeitsverhältnis. Nun ist die Rede von „Papst-Verträgen“, denn ein derart unbefristetes Arbeitsverhältnis kennt man nur vom Oberhaupt der katholischen Kirche.

Die Rheinbahn hat den Lapsus mittlerweile eingestanden, nachdem der „Express“ darüber berichtet hatte. Zwischen 1980 und 2001 sei mehrfach fälschlicherweise eine alte Vertragsversion genutzt worden, sagte der Sprecher der Rheinbahn AG, Georg Schumacher, am Montag. In dieser Version des Arbeitsvertrages habe der Artikel gefehlt, der den Vertrag mit Eintritt in das Rentenalter automatisch beende.

Laut Schumacher gab es rund 100 „Papst-Verträge“ . Aktuell seien es noch 37 – sie bestehen quer durch das Unternehmen und betreffen nicht eine bestimmte Sparte. Das Problem war bei der Rheinbahn seit einigen Jahren bekannt. Allzu groß war das Drama in Düsseldorf allerdings nicht: Die Mitarbeiter können trotz des Vertrags bei Erreichen des Renteneintrittsalters in den Ruhestande gehen.

Schumacher zufolge entstehen für das Unternehmen durch die „Papst-Verträge“ keine Konsequenzen. Aufgrund des demografischen Wandels fehlten oft Mitarbeiter. Wenn Menschen daher länger arbeiten wollen als sie müssten, sei das kein Problem. Tatsächlich würden einige „gute und erfahrene Kräfte“ sogar gebeten, länger zu bleiben, sagte Schumacher dem Express.

Von RND/dpa