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Wirtschaft VW investiert elf Milliarden in Niedersachsen
Nachrichten Wirtschaft VW investiert elf Milliarden in Niedersachsen
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13:38 13.06.2013
Von Lars Ruzic
„So bleiben wir konkurrenzfähig“: In Hannover hat VW bereits in die Amarok-Fertigung investiert, nun wird die komplette Montage erneuert und ein weiteres Presswerk gebaut.
„So bleiben wir konkurrenzfähig“: In Hannover hat VW bereits in die Amarok-Fertigung investiert, nun wird die komplette Montage erneuert und ein weiteres Presswerk gebaut. Quelle: Thomas
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Hannover

Von dem 50 Milliarden Euro schweren VW-Investitionspaket profitieren auch die niedersächsischen Standorte. „Alle werden sehr gut bedient“, fasste es Betriebsratschef Bernd Osterloh im HAZ-Gespräch zusammen. Mehr als jeder fünfte Euro fließt in die heimischen Werke.

Größere Kapazitätsprobleme sehen die Arbeitnehmervertreter für 2013 derzeit nicht – allen Unkenrufen über die europäische Autokonjunktur zum Trotz. Die Produktionsziele bewegen sich auf dem Niveau dieses Jahres. Die beiden größten niedersächsischen Werke in Wolfsburg und Hannover haben gerade erst die Verträge ihrer Leiharbeiter verlängert – allein 800 davon in der Landeshauptstadt.

Das Nutzfahrzeugwerk in Hannover wird in den kommenden drei Jahren ein neues Presswerk erhalten, das besonders große Karosserieteile erzeugen kann. „Das wird ein richtiger Klopfer“, sagte der Betriebsratschef von VW Nutzfahrzeuge, Thomas Zwiebler, der HAZ. Auf dem VWN-Werksgelände im hannoverschen Stadtteil Stöcken werde man anbauen müssen, berichtete er. „Die Vorbereitungen gehen jetzt los.“ Das neue Presswerk soll ältere Anlagen ersetzen. Auch die Fahrzeugmontage werde modernisiert, berichtete Zwiebler. Die Fördertechnik sei teilweise noch aus den sechziger Jahren. „Die Investitionen halten uns konkurrenzfähig mit allen anderen Werken.“ Über die Kosten der Modernisierungen konnte Zwiebler noch nichts sagen, sie dürften sich aber am Rande der Milliardengrenze bewegen.

Im Wolfsburger Stammwerk wird in den kommenden Jahren die komplette Modellpalette erneuert. Nach dem Verkaufsstart des Golf 7 werden die weiteren Modelle der Golf-Familie folgen – sowohl die Hochdachvariante Golf Plus wie der Familienwagen Touran und der geländegängige Tiguan. Das ziehe nochmals kräftige Investitionen nach sich, sagte Osterloh, gleichzeitig Betriebsratschef in Wolfsburg. Zudem soll der Standort einen neuen Windkanal erhalten.

In Emden wird ebenfalls angebaut. Das Werk bekommt eine neue Halle für den Karosseriebau des Passat sowie ein Logistikzentrum. Im Salzgitteraner Motorenwerk fließt das Geld in die Entwicklung neuer Benzin- und Dieselmaschinen, die den verschärften Euro-6-Grenzwerten genügen. Die Braunschweiger Fabrik richtet der Konzern zunehmend auf die Elektromobilität aus – unter anderem mit einem Logistikzentrum zur Montage von Batterien und Komponenten für E-Autos. Und in das einst aus der Karmann-Insolvenz übernommene Osnabrücker Werk muss der Konzern investieren, weil es künftig neben dem Golf Cabrio auch die Modelle Boxter und Cayman von Porsche fertigen wird.

Osterloh betonte, dass die deutschen Standorte auch von den Investitionen in den weltweiten Fertigungsverbund profitierten. Schließlich gebe es immer noch viele Komponenten aus heimischer Produktion, die nach Übersee zur Endmontage verschickt würden.

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