Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Umwelthilfe wirft Firmen Betrug bei Verpackungsentsorgung vor
Nachrichten Wirtschaft Umwelthilfe wirft Firmen Betrug bei Verpackungsentsorgung vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 20.10.2009
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft Unternehmen Betrug bei der Entsorgung von Verpackungen vor.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft Unternehmen Betrug bei der Entsorgung von Verpackungen vor. Quelle: ddp (Archiv)
Anzeige

Dadurch sparten die Unternehmen nicht nur Lizenzgebühren in Höhe von 700 Millionen Euro pro Jahr für die Entsorgung. Auch werde der Müll dann meist nicht umweltgerecht entsorgt, kritisierte die DUH.

Die Umwelthilfe beruft sich auf Zahlen des Branchendienstes Euwid und auf Berechnungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Demnach fallen jährlich sechs Millionen Tonnen Müll aus Verpackungen an, jedoch würden nur vier Millionen Tonnen bei den bundesweit neun dualen Systemen gemeldet.

Unternehmen müssen die Verpackungen ihrer Waren wie Joghurtbecher, Saftkartons, Zahnpasta-Schachteln und Weinflaschen bei den dualen Systemen lizenzieren. Dabei müssen sie angeben, wie viele der Waren bei den Endverbrauchern landen werden und wie viele an Großabnehmer wie etwa Kantinen gehen. Für die Produkte, die Privathaushalte kaufen, müssen die Unternehmen Abgaben zahlen; die Verbraucher können den Müll im Gegenzug in den gelben Tonnen oder gelben Säcken, Altpapier- und Glascontainern entsorgen. Für Großabnehmer sind Branchenlösungen vorgesehen, die günstiger sind.

Die DUH kritisierte, schon bei dieser Anmeldung tricksten Unternehmen. Hinzu käme, dass Verpackungen umdeklariert würden. So zahlten Firmen etwa für die Entsorgung von Getränkekartons nur die Gebühren für die Papierentsorgung, die deutlich billiger ist. Zu befürchten sei zudem, dass die Entsorger nur für die lizenzierte Müllmenge die Mindestquoten für das Recycling einhalten und nicht für die tatsächlich gesammelten Verpackungen.

afp

Wirtschaft Neue Führungsmannschaft - Conti zieht einen Schlussstrich
Lars Ruzic 20.10.2009