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Wirtschaft Ton zwischen Bahn und GDL verschärft sich
Nachrichten Wirtschaft Ton zwischen Bahn und GDL verschärft sich
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14:32 18.04.2015
In der nächsten Woche droht ein neuer Streik der Lokführer.
In der nächsten Woche droht ein neuer Streik der Lokführer. Quelle: dpa
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Berlin

Eine Bahn-Sprecherin wies am Samstag "aufs Schärfste" Äußerungen von GDL-Chef Claus Weselsky zurück, der Personalvorstand Ulrich Weber Lüge vorgeworfen hatte. Wann und wie lange die GDL in der kommenden Woche streikt, blieb zunächst unklar.

Zu dem siebten Ausstand in der laufenden Tarifrunde ist die GDL nach den Worten Weselskys aber fest entschlossen. Der Bahnstreik lasse sich nicht mehr abwenden, sagte der Gewerkschafter im Deutschlandfunk.

Die GDL hatte die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn am Freitagabend ein weiteres Mal für gescheitert erklärt. Die Bahn bezeichnete die Reaktion der Gewerkschaft als unverständlich. "Wir sind einen Meter vor der Ziellinie und haben ein Paket mit Lösungen und guten Vorschlägen auf dem Tisch", erklärte Personalvorstand Ulrich Weber. "So weit waren wir noch nie."

Weselsky widersprach dieser Darstellung. "Der Mann lügt an der Stelle", sagte der GDL-Chef im Deutschlandfunk. Es sei zwar über alles geredet worden, aber Weber sei nie bereit, "das auch zu fixieren und den nächsten Schritt zu machen". Die GDL habe sich "wirklich riesig bewegt", aber: "Der Bahnvorstand will kein Ergebnis erzielen. Er streikt bei den Verhandlungen, und deswegen streiken die Zugpersonale mit aller Voraussicht nächste Woche wieder, um ihre Rechte durchzusetzen."

Eine Bahnsprecherin wies den Vorwurf der Lüge "auf das Schärfste" zurück. "Die GDL sollte dringend zu den Fakten und zur Sachlichkeit zurückkehren", mahnte sie an die Adresse Weselskys. "Es gibt mit Blick auf den Verhandlungslauf mit Zugeständnissen auf beiden Seiten und weitgehendem Einvernehmen keinen Anlass für einen neuen Arbeitskampf." Sie betonte zudem, dass es ein schriftliches Angebot dazu gebe.

Leidtragende der nun an Schärfe zunehmenden Auseinandersetzung zwischen Bahn und Lokführern sind aller Voraussicht nach die Fahrgäste. Über den Beginn und die Dauer des neuen Ausstands hat die GDL nach den Worten Weselskys aber noch keine Entscheidung getroffen. Der Streik solle mindestens 24 Stunden vor Beginn angekündigt werden, damit sich die Fahrgäste "rechtzeitig darauf einstellen können".

Bahnchef Rüdiger Grube will den für die kommende Woche angedrohten Lokführerstreik einem Zeitungsbericht zufolge noch verhindern. "Jetzt kommt es auf Vernunft und Augenmaß an", sagte Grube den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Samstag). "Uns geht es darum, eine Lösung ohne weitere Streiks zu erreichen."

afp/dpa

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