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Wirtschaft Konzern streicht 320 Stellen
Nachrichten Wirtschaft Konzern streicht 320 Stellen
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16:12 18.12.2018
Fahnen der Talanx AG wehen in Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Der Versicherungskonzern Talanx treibt seinen Stellenabbau im Privatkundengeschäft voran. Bis 2021 sollen an den Standorten Hannover, Saarbrücken, Stuttgart und Essen rund 320 Arbeitsplätze wegfallen – mehr als die Hälfte davon in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Insgesamt wolle man im Rahmen des vor zwei Jahren gestarteten Programms 930 Stellen streichen und die Kosten um 240 Millionen Euro senken, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag.

In Hannover will Talanx die Tochter HDI Direktservice (HDS) bis Ende 2020 schließen, die Mitarbeiter auf den 150 Stellen können in eine neue Gesellschaft in Rostock wechseln, nach HAZ-Informationen allerdings zu schlechteren Konditionen. Auch der Bereich „Inputmanagement“ der HDI Kundenservice AG mit 35 Arbeitsplätzen werde in diesem Zeitraum an einen externen Dienstleister abgegeben, teilte das Unternehmen mit. Wechselbereiten Mitarbeitern biete man parallel zur Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag eine „Entscheidungsprämie“ von mindestens 5000 Euro, hieß es.

Arbeitnehmervertreter kritisieren das Vorgehen des Unternehmens. Die Standortschließungen „stellen eine Gefährdung der Betriebssicherheit dar“, erklärte der Konzernbetriebsrat. Sollte Talanx künftig ähnlich verfahren, würde das „das Ende der vertrauensvollen Zusammenarbeit“ bedeuten. „Das Vorgehen des Vorstands ist unsozial und verwerflich“, sagte der zuständige Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht. Viele Menschen verlören in Hannover ihren Arbeitsplatz in einem Talanx-Betrieb, in dem sie schon heute unterhalb des Tarifvertrages bezahlt würden. „ Armutslöhne in einem der größten Versicherungskonzerne – das ist nicht akzeptabel“, sagte Reinbrecht.

Von Jens Heitmann

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