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Wirtschaft Stefan Schostok umgarnt die Eliten
Nachrichten Wirtschaft Stefan Schostok umgarnt die Eliten
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00:15 14.11.2013
Von Lars Ruzic
Stefan Schostok will Hannover für Spitzenkräfte in Wirtschaft und Forschung lebenswerter machen.
Stefan Schostok will Hannover für Spitzenkräfte in Wirtschaft und Forschung lebenswerter machen. Quelle: Michael Thomas (Archiv)
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Hannover

Wer sich als Standort gut entwickeln will, der muss attraktiv sein für einen Personenkreis, der sich frei aussuchen kann, wo er leben und arbeiten will“, sagte Schostok am Montag abend bei seinem ersten Auftritt als OB auf dem traditionellen Wirtschaftsempfang der Stadt im Hannover Congress Centrum.

Die Verwaltung wolle die heimische Wirtschaft dabei unterstützen, diese „Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung“ für sich zu gewinnen. „Eine Stadt, die für die kreative Klasse attraktiv sein will, muss ein inspirierendes, urbanes Leben bieten“, so Schostok. Dazu gehörten unter anderem Weltoffenheit, kulturelle Vielfalt und ausgezeichnete Bildungsangebote. „Wir können dies in Hannover. Und wir werden es weiter unter Beweis stellen“, rief der Verwaltungschef den rund 650 Gästen zu.

Schostok versprach, die Vielfalt der Bildungseinrichtungen zu fördern – etwa durch mehr Ganztagsschulen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit von Hochschulen und Wirtschaft vorangetrieben werden. Hier habe es in den vergangenen Jahren schon viele Projekte gegeben, wie etwa die Ansiedlung der Boehringer-Forschung in direkter Nachbarschaft zur Tierärztlichen Hochschule oder die Kooperation beim Ausbau des Produktionstechnischen Zentrums in Garbsen. Sie sei ein Beispiel, dass man in der Region gemeinsam den Forschungsstandort fördere. „Aber wir können und werden in Hannover noch mehr machen“, sagte Schostok. Ideen habe er dafür genug. Wichtig sei, dass von einem Wissenstransfer nicht nur die großen Konzerne, sondern auch kleine Unternehmen profitieren könnten.

Schostok machte deutlich, dass er in den kommenden Jahren den Schwerpunkt bei Bildung und Infrastruktur setzen will. Hier müsse „rechtzeitig und nachhaltig“ investiert werden, während ansonsten das Primat der Haushaltskonsolidierung gelte. Dabei kann sich die Landeshauptstadt über mangelnde Steuereinnahmen aus der Wirtschaft nicht beklagen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seien „auf einem absolut hohen Niveau“, berichtete Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne). Nur wenige Städte in Deutschland hätten ein höheres Aufkommen. „Das verdeutlicht, dass Hannover ein hervorragender Wirtschaftsstandort ist.“

Da die Einnahmen unter anderem in Bildungseinrichtungen und die Wirtschaftsförderung flössen, profitierten die Unternehmen auch von ihren Steuerzahlungen, betonte die Wirtschaftsdezernentin. Allein für Sanierung und Ausbau von Schulen und Kindertagesstätten würden „in den nächsten Jahren noch einmal mindestens 300 Millionen Euro benötigt“. Das werde dabei helfen, der Wirtschaft auch in Zukunft qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.

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