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Wirtschaft Die Tui steigert ihren Gewinn zweistellig
Nachrichten Wirtschaft Die Tui steigert ihren Gewinn zweistellig
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00:15 16.12.2017
ARCHIV - Personen auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen vor einem Tui-Logo. Quelle: dpa
Hannover

  Die Tui kommt bei ihrem Wandel vom Reiseveranstalter zum Hotel- und Kreuzfahrtkonzern mit großen Schritten voran. Zuletzt hat das Unternehmen zehn neue Ferienanlagen eröffnet und  seine Flotte um zwei Schiffe vergrößert – mittlerweile stammt mehr als die Hälftes des operativen Gewinns aus diesen beiden Bereichen. „Unsere strategische Neu-Ausrichtung spiegelt sich auch in den Zahlen deutlich wieder“, sagte Vorstandschef Friedrich Joussen am Mittwoch bei der Bilanzvorlage. „Die Tui  ist heute margenstärker und weniger saisonal.“ Im Ende Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/17 stieg der operative Ertrag um gut 10 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 8 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro zu.  

Reine Reiseveranstalter verdienen ihr Geld vor allem in der Hauptsaison, außerhalb der üblichen Ferienzeiten schreiben sie rote Zahlen. Um die Einnahmen gleichmäßiger auf das Jahr zu verteilen und die Rendite zu erhöhen, investiert die Tui zunehmend in Hotels und Kreuzfahrtschiffe. In den eigenen Betten kann der Konzern im Jahr rund ein Drittel seiner 20 Millionen Kunden unterbringen. Mit der Kontrolle über die eigenen Kapazitäten könne man die Preise besser steuern und dadurch höhere Erträge erwirtschaften, sagte Joussen

Lange hat die Tui neue Anlagen vor allem rund um das Mittelmeer und auf den Kanaren errichtet. Inzwischen investiert der Konzern vornehmlich in der Karibik und nimmt auch Südostasien stärker in den Fokus. Anlagen in Jamaika, der Domenikanischen Republik oder auf Kuba seien die lukrativsten Investments, sagte Joussen. Weil dort durchgängig Saison sei, liege die Auslastung bei fast 100 Prozent – zudem sicherten viele Direktflüge der Tui einen höheren Marktanteil: „Die Karibik ist beser als Mallorca.“

Noch buchen vor allem Urlauber aus Europa die dortigen Resorts – Joussen setzt aber auch verstärkt auf Kunden aus den USA und Kanada. Immer mehr Amerikaner würden Reisepässe beantragen, das zeige deren wachsendes Interesse an Auslandsaufenthalten, sagte der Tui Chef. Sollte sich diese Hoffnung bestätigen, soll die Karibik zu einer Art Blaupause für Südostasien werden: Dort gelten vor allem die Chinesen als interessante Zielgruppe. Bis 2022 will die Tui eine Million neue Kunden gewinnen und eine Milliarde Euro mehr Umsatz machen, der operative Ertrag soll bis 2020 jedes Jahr um 10 Prozent steigen.

Im vergangenen Geschäftsjahr ist der Gewinn unter dem Strich um mehr als ein Drittel auf 645 Millionen Euro geschrumpft. Das ist jedoch nur ein statitischer Effekt, weil der Verkauf der Tochter Hotelbeds dem Konzern im Vorjahr einen hohen Sonderertrag beschert hatte. Die Dividende für die Aktionäre soll um 2 auf 65 Cent je Aktie steigen.

Von Jens Heitmann

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