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Wirtschaft Porsche dementiert Bericht über bevorstehende Wiedeking-Ablösung
Nachrichten Wirtschaft Porsche dementiert Bericht über bevorstehende Wiedeking-Ablösung
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14:06 26.04.2009
Vorstandsvorsitzender der Porsche AG: Wendelin Wiedeking Quelle: Roland Magunia/ddp
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„Diese rufschädigenden Spekulationen weisen wir entschieden zurück“, sagte ein Porsche-Sprecher der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

Das Magazin „Der Spiegel“ hatte am Sonnabend vorab gemeldet, dass die Zukunft von Wiedeking und Härter offenbar entschieden sei. Große Teile des Porsche-Piëch-Clans, der Eigentümer der Porsche Automobil Holding ist, seien der Ansicht, die beiden Top-Manager müssten noch an Bord bleiben, bis eine Lösung für die hohe Verschuldung von Porsche gefunden sei und dann sollten sie gehen. Ihnen würden schwerwiegende Fehler vorgeworfen, die Porsche in eine bedrohliche Lage gebracht hätten, berichtete der „Spiegel“. Auch dies wies der Porsche-Sprecher zurück.

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Das Nachrichtenmagazin hatte einen Vertrauten der Familie mit den Worten zitiert, eine Ablösung der beiden Manager sei „keine Frage von Jahren, sondern nur noch eine von ein paar Monaten“.

Derweil berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“ am Wochenende vorab, dass der Emir von Katar bei dem Sportwagenhersteller einsteigen wolle. Der Monarch habe sein Interesse an Porsche bereits bekundet. Ein Einstieg wäre eine Möglichkeit, wie Porsche in einem Jahr fällige Bankenkredite von 3,3 Milliarden Euro zurückzahlen könne, berichtete das Magazin.

Die Zinszahlungen für die derzeit laufenden Kredite über insgesamt neun Milliarden Euro könne Porsche offenbar aus dem operativen Geschäft begleichen, hieß es weiter. Bei der in einem Jahr fälligen Tranche müssten sich das Unternehmen etwas einfallen lassen, zitierte das Magazin einen Insider. Die Kredite hatte Porsche aufgenommen, um die Übernahme von Volkswagen finanzieren zu können.

Die Porsche Automobil Holding hält derzeit 50,8 Prozent an VW. Medienberichten zufolge können die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch die mindestens angestrebten 75 Prozent an VW nicht mehr aus eigener Kraft schaffen und suchen offenbar nach einem Großinvestor. Zudem hieß es, VW lote seinerseits den Kauf des wackelnden Stuttgarter Sportwagenherstellers aus. Von Porsche hieß es dazu, man weise „diese Spekulationen, die derzeit gezielt gestreut werden, entschieden zurück“.

Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn sagte auf der Hauptversammlung des Wolfsburger Konzerns am Donnerstag, VW habe den Schritt begrüßt, dass Porsche zu Beginn des Jahres die Mehrheit der Stammaktien übernommen habe. Er folge einer klaren wirtschaftlichen Logik, die VW und Porsche nutze. Diese Allianz habe ein enormes technologisches wie wirtschaftliches Potenzial. Laut Winterkorn sind VW und Porsche „auf dem Weg des Zusammenwachsens zuletzt ein gutes Stück vorangekommen“.

ddp