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Wirtschaft Gibt es noch Schnäppchen in der Zinsflaute?
Nachrichten Wirtschaft Gibt es noch Schnäppchen in der Zinsflaute?
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19:13 12.12.2017
Das Anhäufen von Bargeld gilt als schlechte Form der Geldanlage. Allerdings gilt dies heute nur noch eingeschränkt. Schließlich wirft  auch das Sparkonto bei den meisten Banken praktisch keine Zinsen mehr ab.  Quelle: dpa
Berlin/Hannover

 Sparer können trotz der Zinsflaute laut Stiftung Warentest bei ausländischen Anbietern im Internet teilweise noch Schnäppchen finden. Im Netz gebe es Angebote für Tagesgeld und Festgeld, „deren Verzinsung mehr als Alibicharakter hat“, heißt es in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“. Die Tester warnen aber vor den Risiken und Nachteilen scheinbar attraktiver Angebote. Schon wenn beim Zinssatz eine Zwei vor dem Komma steht, sei Vorsicht geboten. Ein Überblick: 

Tagesgeld: Ausgewertet wurden die Angebote von 134 Geldhäusern in Europa. Spitzenreiter waren 0,65 Prozent Zinsen für bis zu 100 000 Euro Tagesgeld. Bei zeitlich befristeten Aktionen können für Neukunden bis zu 1,00 Prozent für sechs Monate rausspringen. 

Festgeld: Für Festgeld lag das Topangebot bei einjähriger Laufzeit bei 1,00 Prozent für mindestens 5000 Euro. Je länger sich Sparer festlegen, desto höher fällt die Rendite aus. Bei zehn Jahren sind es in der Spitze 1,85 Prozent. Die Tester warnen aber vor einer solch langen Bindung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen in dem Zeitraum steigen, sei groß – für den Sparer aber bleibt es bei dem festgelegten Zinssatz. 

Unternehmensanleihen: Deutlich mehr Ertrag werfen Anleihen mittelständischer Unternehmen ab. Hier müssen Anleger aber das Risiko berücksichtigen, dass die Firma pleite gehen kann. Im schlimmsten Fall das Geld dann ganz verloren. Das ist keinesfalls nur Theorie, wie die Beispiele des Winderenergie-Entwicklers Prokon oder des Agrarunternehmens KTG zeigen. Die Stiftung Warentest warnt davor, sich von Emotionen leiten zu lassen. „Es reicht nicht, ein Unternehmen und sein Geschäftsmodell sympathisch zu finden.“ Ob wirklich solide gewirtschaftet werde, könnten Anleger kaum in Erfahrung bringen. 

Zertifikate: Als Alternative zum Festgeld werden auch Zertifikate offeriert, die von Banken herausgegeben werden. Dabei handelt es sich um nicht abgesicherte Schuldverschreibungen. Zudem hängt die Rendite zum Beispiel der viel verkauften Expresszertifikate und Aktienanleihen von der Börsenentwicklung ab. Sollte es also zu einem Kursrutsch kommen, wäre die überdurchschnittliche Verzinsung „allenfalls ein kleines Trostpflaster“, heißt es bei „Finanztest“. Auch seien viele dieser Zertifikate für Finanzlaien kaum zu verstehen. 

Wirklich sicher ist eine Zinsanlage nur, wenn eine leistungsfähige Einlagensicherung vorhanden ist. Dies gilt jedoch nur für Bankeinlagen, etwa auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten. In Deutschland wie in ganz Europa sind im Fall einer Bankenpleite Spareinlagen bis zu 100 000 Euro pro Kunde gesetzlich garantiert. Doch Einlagensicherung ist nicht gleich Einlagensicherung, warnt die Stiftung Warentest. Es sei ein Unterschied, ob ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland hinter einen solchen Garantie stehe oder ein eher schwaches Land wie zum Beispiel Griechenland, Polen oder Rumänien.

Von Albrecht Scheuermann

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