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Wirtschaft Nordzucker und Rossmann unter den "Top Ten"
Nachrichten Wirtschaft Nordzucker und Rossmann unter den "Top Ten"
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19:43 04.11.2013
Von Dirk Stelzl
Foto: Von Rang zehn auf Rang elf: Rossmann.
Von Rang zehn auf Rang elf: Rossmann. Quelle: dpa
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Die größten Unternehmen in Niedersachsen haben ihre Wirtschaftskraft im vergangenen Jahr kräftig gesteigert und Arbeitsplätze geschaffen. Die Wertschöpfung der 50 wirtschaftsstärksten Firmen erhöhte sich um über 17 Prozent auf 90,4 Milliarden Euro, wie aus einer Rangliste der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) hervorgeht. Zwei Drittel davon entfielen auf den VW-Konzern, der mit einer Wertschöpfung von 59,7 Milliarden Euro mit großem Abstand auf dem ersten Platz liegt – vor dem Autozulieferer Continental und dem Reisekonzern TUI. Volkswagen dominiert die Wirtschaft des Landes also immer stärker. Die Braunschweiger Nordzucker AG und der Burgwedeler Drogeriediscounter Rossmann stiegen in die Gruppe der „Top Ten“ auf.

Maßstab der von der Nord/LB regelmäßig erstellten Rangliste ist die Wertschöpfung – die von den Unternehmen gezahlten Löhne, Gehälter, Sozialabgaben und Vorsorgeaufwendungen sowie Steuern und Gewinne. Die Wertschöpfung bringe den Beitrag zur Wirtschaftsleistung im Land am besten zum Ausdruck, erklärte die Landesbank. Viele  Konzerne sind aber auch auf ausländischen Märkten tätig – die dortigen Aktivitäten fließen ebenfalls in die ausgewiesene Wertschöpfung ein. Die Liste ist nicht vollständig, weil nicht alle Firmen ihre Kennzahlen zur Verfügung stellen.
Die fünf größen Unternehmen haben ihre Position behalten: Der Volkswagen-Konzern, der besonders in Asien gewachsen ist, steigerte seine Wirtschaftskraft um 25 Prozent. Dazu habe auch die Berücksichtigung der Zahlen des Lkw-Bauers MAN und die vollständige Übernahme von Porsche beigetragen, erläuterte die Nord/LB. Bei Conti legte die Wertschöpfung um 17 Prozent und bei TUI um 14 Prozent zu. Der hannoversche Versicherer Talanx mit Rang vier kam auf ein Plus von 23 Prozent. Die Salzgitter AG behielt ihren fünften Platz, obwohl ihre Wertschöpfung in der Stahlkrise um 11 Prozent zurückging. Der Oldenburger Energieversorger EWE rückte mit einer Zunahme der Wirtschaftskraft um fast 50 Prozent vom zehnten auf den sechsten Platz vor.

Die Nordzucker AG verbesserte sich um drei Ränge auf den neunten Platz. Der Konzern, dessen Wertschöpfung um 44 Prozent zunahm, habe von hohen Zuckerpreisen profitiert, erklärte Nord/LB-Chefvolkswirt Torsten Windels. Mit einem Wachstum von 26 Prozent erreichte Rossmann den zehnten Platz. Zu den weiteren Aufsteigern gehören unter anderem Sartorius in Göttingen mit dem 16. (Vorjahr: 20.) Platz, Otto Bock in Duderstadt mit Rang 17 (Vorjahr: 21), Piepenbrock in Osnabrück mit Position 19 (Vorjahr: 26), Mars in Verden mit Rang 24 (Vorjahr: 32), die Mediengruppe Madsack mit Platz 30 (Vorjahr: 33), der Bohrsystem-Spezialist Baker Hughes in Celle mit Rang 33 (Vorjahr: 46) oder Sennheiser in der Wedemark mit Rang 35 (Vorjahr: 40). Neu in der Liste der 50 stärksten Firmen sind etwa die Rhön-Kliniken in Hildesheim mit Platz 31. Aus den „Top Ten“ abgestiegen der Eisen- und Stahlerzeuger Georgsmarienhütte (von Rang 7 auf 12) und der Autozulieferer Faurecia (von Platz 9 auf 11).

Auch die Zahl der Beschäftigten stieg  bei den 50 größten Unternehmen – um mehr als 68 000 auf 1,08 Millionen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) wies darauf hin, dass die Wirtschaft robust und dynamisch sei: „Wir sind alles in allem auf einem sehr guten Weg.“

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