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Wirtschaft Personalabbau bei Nord/LB fällt noch größer aus
Nachrichten Wirtschaft Personalabbau bei Nord/LB fällt noch größer aus
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00:21 18.05.2019
Soll kleiner werden und sich auf die Region konzentrieren: Bei der Norddeutschen Landesbank fallen noch mehr Arbeitsplätze weg. Quelle: Ole Spata/dpa
Hannover

Der Personalabbau bei der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) soll noch größer ausfallen als bisher bekannt. Nach HAZ-Informationen hat der Vorstand die Mitarbeiter am Mittwoch darüber informiert, dass die Belegschaft bis zum Jahr 2024 auf 2800 bis 3000 Vollzeitstellen schrumpfen soll. Bisher hatten das Management und die Träger der Bank eine Zielzahl von rund 3200 Stellen genannt. Ende vergangenen Jahres gab es bei der Nord/LB rund 5650 Vollzeitstellen.

Die Bank bestätigte die Abbaupläne, ohne Gründe dafür zu nennen. „Das ist ein schmerzhafter Einschnitt, er ist aber erforderlich für die Neuaufstellung der Bank“, erklärte Vorstandschef Thomas Bürkle. Er hatte bereits bei der Bilanzvorlage Anfang April darauf hingewiesen, dass sich beim künftigen Personalbedarf noch Änderungen ergeben könnten. Dem Vernehmen nach stehen die neuen Zahlen in den Unterlagen für die EU-Kommission, die das Rettungspaket für die Nord/LB genehmigen muss.

Milliarden-Finanzspritze von den Trägern

Um die wegen fauler Schiffskredite in Schieflage geratene Landesbank zu retten, haben sich die Träger auf Finanzspritzen in Höhe von insgesamt 3,6 Milliarden Euro verständigt: Die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bringen demnach 1,7 Milliarden Euro und die Sparkassengruppe 1,1 Milliarden Euro auf. Zudem stellt Niedersachsen Risikoabschirmungen für Kredite bereit, die das Kapital der Bank um 800 Millionen Euro entlasten. Die Nord/LB soll verkleinert werden und sich von Bereichen trennen. Ihr Geschäftsmodell soll neu ausgerichtet werden. Im Zuge des im Jahr 2017 begonnenen Umbauprogramms „OneBank“ wollte die Nord/LB zunächst insgesamt 1250 Vollzeitstellen streichen. Bis Ende vergangenen Jahres seien davon bereits 250 Stellen weggefallen, sagte ein Sprecher des Instituts.

Verdi: „So wird Bank nicht auf Erfolgskurs gebracht“

Die Arbeitnehmervertreter kritisieren die Ankündigung. „Wenn man die Mitarbeiter immer weiter verunsichert, kann man die Bank nicht auf Erfolgskurs bringen“, sagte Verdi-Fachsekretär Jörg Reinbrecht, der auch im Aufsichtsrat der Nord/LB sitzt. Es sei zudem „ein Unding“, dass das Kontrollgremium nicht vorab über die neuen Pläne informiert worden sei. Die Gewerkschaft erneuerte ihre Forderung nach Verhandlungen über einen Haustarifvertrag zur Beschäftigungssicherung.

Von Jens Heitmann

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