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09:34 09.01.2016
Von Michael B. Berger
Reizvoll für Touristen – es muss jedoch investiert werden: Der Alte Fischereihafen in Cuxhaven. Quelle: Niedersachsen Ports
Cuxhaven

Noch gehört der Alte Fischereihafen, in dem früher die Kutter ihre Ware löschten und auf frühmorgendlichen Aktionen verkauften, der Hafengesellschaft Niedersachsen Ports. Sie bietet die 57 .600 Quadratmeter großen Hafenflächen mit den 1200 Meter langen Kaianlagen zum Verkauf, weil Cuxhavens Hafenentwicklung längst andernorts geschieht, etwa am hochmodernen „Liegeplatz 4“ weiter östlich.

„Ein Highlight, touristisch – doch man muss eine Menge investieren“, sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). „Im Endeffekt haben wir die Flächen in Cuxhaven nur verwaltet. Jetzt wollen wir, dass hier eine Entwicklung stattfindet.“ Voraussetzungen für den Verkauf seien, dass die Kutter bleiben könnten, die alten Kaianlagen saniert würden und ein Tourismuskonzept vorgelegt werde, das den freien Hafenzugang für Cuxhavens Bürger und Gäste ermögliche.

Der freie Zugang war schon einmal massiv gefährdet, weil die alten Kaianlagen marode waren. Deshalb ließ N-Ports sie 2011 einfach absperren – eine Vorsichtsmaßnahme, die nicht nur in Cuxhaven für Empörung sorgte. „Wir haben inzwischen einen Teil der Hafenanlagen für 3,1 Millionen Euro saniert“, sagt Niedersachsen-Ports-Chef Holger Banik. Die geschätzten Sanierungskosten für die gesamte Kaianlage lägen bei 23 Millionen Euro – Geld, das der mögliche Käufer aufbringen müsste. „Ich gehe davon aus, dass wir das Gelände, zu dem 13 auch denkmalgeschützte Gebäude zählen, auch verkaufen können“, sagt der Hafenmanager.

Die Stadt Cuxhaven, eine der am meisten verschuldeten Kommunen des Landes, wird mangels Finanzkraft als Käuferin kaum in Frage kommen. Bereits 2008 hatte der Stadtrat beschlossenen, den Kauf des angebotenen Geländes „vorerst zurückzustellen“. Die Hafengesellschaft N-Ports, die sich neben Cuxhaven noch um 14 weitere Häfen in Niedersachsen kümmert, hatte zunächst versucht, mit Erbpachtmodellen dem alten Hafen Zukunft einzuhauchen, an dem früher die Fischindustrie produzierte. Doch das hat nicht geklappt.

Das 42.000 Quadratmeter große, tideabhängige Hafenbecken bleibt allerdings im Besitz des Landes. „Wir wollen nicht, dass es zugeschüttet wird“, sagt N-Ports-Chef Banik.

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