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Wirtschaft Nach Aufbruch von Schließfächern: Sparkasse Hannover übernimmt Schäden von Kunden
Nachrichten Wirtschaft Nach Aufbruch von Schließfächern: Sparkasse Hannover übernimmt Schäden von Kunden
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08:30 04.12.2019
Die Sparkasse Hannover will ihre Schließfächer besser sichern. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Die Sparkasse Hannover macht ihre Schließfächer sicherer. Zwei Drittel der 36 automatischen Anlagen habe das Geldinstitut schon umgerüstet. Die übrigen Standorte werde man bis zum Jahresende von einem bisher fünfstelligen auf einen sechsstelligen Sicherheitscode umstellen, sagte ein Sprecher der Sparkasse. Statt rund um die Uhr haben die Kunden bei diesen Anlagen nur noch wochentags von 8 bis 19 Uhr Zugriff auf ihre Schließfächer. Die 27 nicht automatischen Anlagen seien nur noch zu den Öffnungszeiten der Filialen zugänglich, hieß es.

Keine konkreten Hinweise auf die Täter

Die Umrüstung ist eine Reaktion auf den Aufbruch von Schließfächern Anfang Juli. Unbekannte hatten sich in zwei Filialen am Moltkeplatz und an der Limmerstraße Zugang zu den Anlagen verschafft und insgesamt 48 Schließfächer geleert. Es wird vermutet, dass die Täter mit einem manipulierten Kartenlesegerät an die Kundendaten gekommen sind. Trotz einer Fahndung mithilfe von Bildern aus den Überwachungskameras gebe es noch keine konkreten Hinweise auf die Täter, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover. Die Ermittlungen liefen aber weiter.

Kunden bekommen Entschädigung

Die Sparkasse hat bisher rund 1,2 Millionen Euro aufgewendet, um die Verluste ihrer Kunden zu ersetzen. „Schäden, die nachgewiesen werden, werden in voller Höhe übernommen“, sagte der Sprecher. Dies geschehe jedoch nur aus Kulanz – das Institut sehe auch weiterhin keine Defizite bei den seinerzeit geltenden Sicherheitsstandards. „Es ist aber auch klar, dass man nach einem solchen Vorfall noch ein bisschen vorsichtiger wird“, sagte der Sprecher mit Blick auf die Umrüstung der Anlagen.

Unmittelbar nach der Tat hatten Haftungsrechtsexperten Anzeichen dafür gesehen, dass die Sparkasse ihre Obhuts- und Sorgfaltspflichten verletzt habe – das hätte betroffenen Kunden in einem förmlichen Verfahren die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen erleichtern können.

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Von Jens Heitmann

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