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Wirtschaft Ministerin: Fall Wilke zeigt Schwachstellen bei Überwachung von Betrieben
Nachrichten Wirtschaft Ministerin: Fall Wilke zeigt Schwachstellen bei Überwachung von Betrieben
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18:37 31.10.2019
Die hessische Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) kündigte Nachbesserungen bei Lebensmittelkontrollen in Hessen an. Quelle: Arne Dedert/dpa
Wiesbaden

Im Skandal um den Wursthersteller Wilke hat Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) Schwachstellen im System der Lebensmittelüberwachung eingeräumt. "Aufgabe der Landkreise in Hessen ist es, zu überprüfen, ob Lebensmittelunternehmen alle Vorgaben einhalten und die eigenen Kontrollen im Betrieb ordentlich durchführen", sagte sie am Donnerstag in Wiesbaden. Dort stellte Hinz Ergebnisse einer Aufarbeitung des Falls Wilke vor. Die bisherige Aufklärung habe gezeigt, dass es Schwachstellen gebe.

Wie Hinz laut dem Tagesspiegel sagte, hat auch der Hersteller "kriminelle Energie an den Tag gelegt". Der für die Überwachung zuständige Landkreis Waldeck-Frankenberg wusste aber offenbar schon seit längerem von den Hygienemängeln in dem hessischen Betrieb, schlug aber nicht Alarm.

Wir haben aus der Sache gelernt und deshalb wird künftig anders verfahren.

Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne)

Hinz legte eine Liste vor, wie die Überwachung vor Ort und auf Landesebene verbessert werden könne: So solle im Ministerium ein "Eingangsportal" geschaffen werden, wo die Nachrichten vom Bundesamt für Verbrauchschutz- und Lebensmittelsicherheit schneller verteilt würden. Die Organisation Foodwatch hatte den Behörden mehrfach vorgeworfen, zu langsam auf die Keimfunde bei Wilke reagiert zu haben. "Wir haben aus der Sache gelernt und deshalb wird künftig anders verfahren", sagte Hinz. Außerdem soll es mehr unangemeldete Kontrollen geben, die Vertreter des Landes gemeinsam mit den Behörden vor Ort in Risiko-Betrieben machten.

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RND/dpa

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