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Wirtschaft Lufthansa entwirft Ersatzflugplan
Nachrichten Wirtschaft Lufthansa entwirft Ersatzflugplan
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21:29 30.03.2014
Foto: Noch wird geflogen – doch von Mittwoch bis Freitag wollen die Piloten der Lufthansa streiken.
Noch wird geflogen – doch von Mittwoch bis Freitag wollen die Piloten der Lufthansa streiken. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Unterdessen versucht Europas größte Fluggesellschaft, den Streik noch abzuwenden. Personalchefin Bettina Volkens erneuerte im „Spiegel“ ihren Appell an die Vertreter der Vereinigung Cockpit (VC), an den Verhandlungstisch zurückzukehren: „Wir sind jederzeit verfügbar und geben die Hoffnung nicht auf.“ Am Sonntag berichtete der Konzernsprecher, dass es daraufhin „telefonische Kontakte“ zwischen Vertretern der Airline und der Pilotengewerkschaft gegeben habe. Kommt es dennoch zum Streik, dürfte dies die Lufthansa eine „hohe zweistellige Millionensumme“ kosten.

Nach VC-Angaben soll der Arbeitskampf am 2. April um 0 Uhr beginnen und bis Freitagnacht um 23.59 Uhr dauern. Der Streik träfe damit die Osterferien in Niedersachsen und Bremen, die am Donnerstag beginnen. Einen dreitägigen Vollstreik hat die Lufthansa nach eigenen Angaben noch nie erlebt.

Die Verbindungen des Ersatzflugplans sollen Piloten absolvieren, die nicht bei der VC organisiert sind. Die meisten Piloten sind allerdings Mitglied der Gewerkschaft. Die Lufthansa bietet zudem kostenlose Umbuchungen an. Für innerdeutsche Verbindungen wird bei Streiks oft die Bahn als Alternative genutzt. Im Fall eines Pilotenstreiks hätten Passagiere der Airline direkt nach den rund 600 Flugausfällen wegen eines ver.di-Ausstands an Flughäfen schon wieder mit den Folgen von Arbeitsniederlegungen zu kämpfen.

Volkens dringt auf eine Lösung zwischen Gewerkschaft und Unternehmen, ehe ein mögliches Schlichtungsverfahren eingeleitet werden müsste. „Dieses Thema ist sehr komplex, deshalb würde ich es gern mit der VC gemeinsam lösen“, sagte sie. Neben der Forderung nach höheren Gehältern sind zwischen Management und Piloten vor allem die Übergangsrenten für die Flugzeugführer umstritten. Man habe am Donnerstag ein neues Angebot vorgelegt, betonte Volkens. „Wir lassen uns von Lufthansa nicht hinhalten“, sagte dagegen VC-Tarifexpertin Ilona Ritter. Weitere Streiks bis zum Ende der Osterferien seien nach derzeitigem Stand aber ausgeschlossen. Die letzten Osterferien enden in diesem Jahr am 2. Mai in Thüringen und in Schleswig-Holstein. Betroffen von dem Arbeitskampf wären die Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings.

Von Jan-Henrik Petermann und Christian Ebner

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