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Wirtschaft Lieferstopp für VW-Multivan verärgert die Händler
Nachrichten Wirtschaft Lieferstopp für VW-Multivan verärgert die Händler
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22:14 11.12.2017
VW-Nutzfahrzeuge produziert den Multivan derzeit auf Halde.  Quelle: dpa
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Hannover

Der Lieferstopp für den VW-Multivan verärgert die Händler. „Wir sind in allerhöchstem Maße erstaunt, dass der Konzern nach der Diesel-Affäre solche Prozesse noch immer nicht im Griff hat“, sagte der Vorsitzende des Volkswagen und Audi Partnerverbands, Dirk Weddigen von Knapp.

Nachdem Volkswagen Nutzfahrzeuge am Freitag einräumen musste, dass Bulli-Modelle mit Pkw-Zulassung wegen zu hoher Abgaswerte derzeit nur auf Halde produziert werden, blieben die Gründe dafür auch zu Wochenbeginn unklar. Ein Unternehmenssprecher wollte sich nicht dazu äußern. „Das ist um so ärgerlicher, weil bereits die ersten Kunden abspringen, sagte Weddigen von Knapp. Der Verband vertritt 1330 Händler und 970 Servicepartner der Marken VW und Audi

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Auch der Landesverband des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen kritisierte den Konzern. „Es ist bedauerlich, dass schon wieder aufgetreten ist, was nicht sein darf", sagte Verbandspräsident Karl-Heinz Bley. VW müsse die Zulassungsprobleme lösen, ohne Kunden und Händler zu benachteiligen. Der Verband des Kfz-Gewerbes vertritt 4000 Betriebe in Niedersachsen und Bremen, darunter auch viele VW-Händler.

Wegen zu hoher Abgaswerte hat VWN die Auslieferung von Diesel-Varianten des Multivans T6 gestoppt. Man gehe Hinweisen nach, dass „bestimmte technische Werte“ der Bulli-Modelle mit Pkw-Zulassung nicht mit den Vorgaben der Behörden übereinstimmten, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Hannover. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sei darüber informiert.

Bei der Flensburger Behörde hat man offenbar erwogen, für die betroffenen T6-Modelle einen Zulassungsstopp zu verhängen. VWN darf nun jedoch versuchen, das Problem so schnell wie möglich mit einem Update für die Abgasreinigung zu lösen. Vorerst werden die Multivans im Stöckener Werk weiter produziert – sie werden aber nicht mehr an Händler ausgeliefert. Das KBA wollte sich zu diesem Kompromiss nicht äußern.

Von jen/cwo

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