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12:49 22.07.2019
Ein Teil der Klimaschutz-Bewegung begnügt sich wie hier in Kiel nicht mehr mit einfachen Demonstrationen. Nun ist auch eine Blockade der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt geplant. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Frankfurt/Hannover

Während der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt soll es im September heftige Proteste geben: Ein Bündnis aus verschiedenen – teils radikalen – Klimaschutzgruppen will die Ausstellung stören. Geplant sind unter anderem Blockaden – auch wenn diese nicht erlaubt sind.

Für die Proteste in Frankfurt mobilisieren unter anderem das globalisierungskritische Netzwerk Attac, die Klimaschützer von „Extinction Rebellion“ sowie zahlreiche lokale Gruppen. „Wir wollen die Macht der Autolobby brechen!“, schreiben die Initiatoren vom Bündnis „Sand im Getriebe“.

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Sie rufen dazu auf, die IAA während der geplanten Aktionstage mittels zivilen Ungehorsams zu blockieren „Wir setzen uns vor die Eingänge und blockieren die Klimazerstörer da, wo sie uns als Statussymbole präsentiert werden“, heißt es seitens der Organisatoren.

Kommen Aktivisten aus dem Hambacher Forst?

Gänzlich neu sind Proteste während der IAA nicht. Schon in den Vorjahren hatte es kleinere Aktionen von Klimaschützern und von Attac gegeben. Doch in diesem Jahr wollen sich weit mehr Akteure beteiligen – darunter auch Ortsgruppen von „Ende Gelände“. Das Bündnis hatte zuletzt mehrere große Protestaktionen gegen Kohleenergie initiiert, unter anderem im Rheinischen Revier und im Hambacher Forst.

Das beunruhigt den Verband der Automobilindustrie (VDA): „Klare Aufrufe zu Blockaden und zivilem Ungehorsam sind eine neue Qualität“, sagte ein VDA-Sprecher der „Welt“. Man beobachte die Ankündigen sehr genau, teilte auch die Polizei mit.

„Wir überschreiten die Grenze des Legalen“

Die Pressesprecherin von „Sand im Getriebe“, Tina Venlo, betont allerdings, dass bei den Protesten niemand verletzt werden soll. „Sicherheit hat oberste Priorität, unser Protest richtet sich nicht gegen Besucher.“ Zugleich gibt sie aber zu: „Wir überschreiten die Grenze des Legalen.“

Die IAA komplett lahmlegen wollen die Aktivisten allerdings nicht – allein, weil die Ausstellung insgesamt zwei Wochen laufe, erklärt Venlo. Geplant sei vielmehr symbolischer Protest, „schließlich ist die IAA ein Symbol für ein krankes Verkehrssystem“.

Sie hofft vor allem, die Automobilkonzerne unter Druck zu setzen. „Ein verantwortungsvoller Konzern hätte sich schon längst um alternative Mobilität bemüht und die Produktion von zwei Tonnen schweren Panzern eingestellt – was die Beschäftigten bei den Autobauern übrigens sehr, sehr genau wissen“, so Venlo.

Die Internationale Automobil Ausstellung in Frankfurt beginnt am 12. September. Sie gilt als eine der wichtigsten Messen der Automobilbranche, doch zuletzt sanken die Besucherzahlen. Auch verzichten mittlerweile einige große Hersteller wie Toyota auf eine Präsenz bei der IAA.

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Von RND/Christoph Höland

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