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20:33 13.12.2018
Tui-Hotels sind gut ausgelastet. Der Reisekonzern hat seinen Gewinn kräftig gesteigert. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Der Kontrast könnte größer kaum sein: Während der Marktführer Tui erneut seine Margen erhöht und auch im kommenden Jahr seinen Gewinn zweistellig steigern will, blickt der Branchenzweite Thomas Cook in den Abgrund: Der mehr als 170 Jahre alte Reiseveranstalter hat seine Aktionäre erst mit Gewinnwarnungen erschreckt und dann einen dreistelligen Verlust ausweisen müssen – der Schuldenstand ist inzwischen höher als der Börsenwert. Die Aktie des Konzerns hat in den vergangenen sechs Monaten rund 80 Prozent an Wert verloren.

Anders als beim Konkurrenten hat man bei der Tui früh erkannt, dass die Angebote für die Urlauber aus einer Hand kommen müssen, um wirklich profitabel zu sein. Der Konzern aus Hannover verfügt über eine Vielzahl eigener Hotels und eine wachsende Flotte von Kreuzfahrtschiffen und kann durch die direkte Kontrolle dieser Kapazitäten flexibel auf Schwankungen in der Nachfrage reagieren. Thomas Cook hingegen ist im Kern ein Veranstalter geblieben, der Flugsitze und Hotelbetten einkauft und zu Pauschalreisen bündelt – und darauf hofft, diese Pakete auch verkaufen zu können. Wenn die Nachfrage ausbleibt wie in diesem Sommer, muss der Konzern sein Angebot verramschen. Zusätzlich unter Druck gerät dieses Geschäftsmodell durch das Wachstum der Billigflieger und die steigende Zahl von Urlaubern, die sich ihre Reise über Buchungsportale im Internet selbst zusammenstellen. Auch im Onlinevertrieb ist die Tui ihrem größten Wettbewerber ein paar Schritte voraus – insbesondere in Nordeuropa. Ein Schicksal aber teilen beide Unternehmen: Falls es zu einem harten Brexit kommt, stehen auch der Tui turbulente Zeiten bevor.

Von Jens Heitmann

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