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Wirtschaft Kommentar: Mitarbeiter müssen sich über die Auslastung des Stammwerks Stöcken keine Sorgen machen
Nachrichten Wirtschaft

HAZ-Kommentar zu VWN: Das Land Niederachsen ist die Standortgarantie

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18:29 03.12.2021
Die Auslastung des hannoverschen Werkes von Volkswagen Nutzfahrzeuge scheint gesichert.
Die Auslastung des hannoverschen Werkes von Volkswagen Nutzfahrzeuge scheint gesichert. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Nach einigen Enttäuschungen in der jüngeren Vergangenheit durfte sich die Belegschaft von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken bis vor kurzem auf der sicheren Seite wähnen: Nachdem nicht nur das eigene Management die Vereinbarung zur Standortsicherung unterschrieben hatte, sondern auch der Konzernvorstand in Wolfsburg, konnte doch eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Gut, die Zahl der Beschäftigten würde bis Ende dieses Jahrzehnts um ein Drittel schrumpfen, Kündigungen aber wurden immerhin ausgeschlossen. Standort gesichert also.

Zumindest so weit sich das in einer Branche planen lässt, in der alle nur hoffen können, dass die Kunden die Wende zur Elektromobilität so begeistert mitmachen, wie die Leute im Vertrieb sich das ausmalen. Während bei VW andere Werke komplett auf batteriegetriebene Modelle umgerüstet werden, darf Stöcken in Zukunft zweigleisig fahren – neben dem neuen Multivan hat das Werk auch den Zuschlag für den Elektro-Bulli ID.Buzz bekommen.

Werk steht in der Landeshauptstadt eines Großaktionärs

Vielen tut zwar immer noch weh, dass der Transporter für Gewerbekunden künftig von Ford gebaut wird. Aber der Konzern hatte Ersatz versprochen. Entsprechend groß war die Enttäuschung, als die Konzernschwester Porsche diese Zusage plötzlich in Frage stellte.

Andererseits ist den meisten Mitarbeitern in Hannover auch bewusst, dass sie sich über die Auslastung des Stammwerkes nicht wirklich Sorgen machen müssen: Schließlich steht es in der Landeshauptstadt des VW-Großaktionärs Niedersachsen. Schon das allein garantiert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit seitens der Landesregierung – und ein knappes Jahr vor der nächsten Landtagswahl wird das besondere Interesse an diesem Standort eher noch wachsen.

Von Jens Heitmann