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Wirtschaft Landwirte warnen vor strengeren Düngeregeln
Nachrichten Wirtschaft Landwirte warnen vor strengeren Düngeregeln
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00:22 17.06.2019
Die Vorgaben für das Düngen von Feldern sollen verschärft werden. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Hannover

Die niedersächsischen Landwirte kritisieren Pläne der Bundesregierung, zum Schutz des Grundwassers die Düngeregeln zu verschärfen. „Es ist zu befürchten, dass die hohen Anforderungen erheblich dazu beitragen, dass eine Reihe kleiner und mittlerer Betriebe vorzeitig ausscheidet“, sagte Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke am Freitag. „Viele erfolgreiche Kooperationen von Landwirtschaft und Trinkwasserversorgern in nitratsensiblen Gebieten werden jetzt mit dem harten Ordnungsrecht überfahren und gehen einer ungewissen Zukunft entgegen.“

Düngegrenze in „roten Gebieten“

Auf Druck der Europäischen Union hatten sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf Vorschläge geeinigt, die nun nach Brüssel geschickt werden sollen. Demnach soll der Düngereinsatz in den „roten Gebieten“ mit besonders hohen Nitratwerten um 20 Prozent im Betriebsschnitt verringert werden. Es soll eine Obergrenze von 170 Kilogramm Stickstoff je Hektar gelten. „Wir werden den Gewässerschutz deutlich verbessern, ohne dass die landwirtschaftlichen Betriebe über das erforderliche Maß hinaus eingeschränkt werden“, sagte Klöckner. Schulze ergänzte: „Mit niedrigeren Nitratwerten beugen wir steigenden Trinkwasserpreisen vor und schützen unsere Artenvielfalt. Das nützt allen.“

Verlängerte Sperrzeiten

Unter anderem sollen den Plänen zufolge bis zu vier Wochen verlängerte Sperrzeiten gelten, in denen das Düngen in belasteten Gebieten nicht erlaubt ist. Beim Düngen in Hanglagen sind größere Abstände zu Gewässern vorgesehen. Ausnahmen soll es für schonend wirtschaftende Betriebe und Ökobauern geben, die so nachhaltig düngen, dass sie nicht zur Gewässerbelastung beitragen. Eine Herbstdüngung von Raps soll ausnahmsweise möglich sein, wenn mit einer Bodenprobe ein Düngebedarf nachgewiesen werden kann. Klöckner und Schulze kündigten an, die Vorschläge möglichst bald der EU-Kommission vorzustellen. Den geplanten Änderungen der Düngeverordnung muss dann auch der Bundesrat zustimmen. Im Frühjahr hatte Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) gegen geplante Verschärfungen protestiert. Der Frust bei den Landwirten sei zu groß.

„Kompromiss auf Bundesebene“

Auch die nun von der Bundesregierung geplanten Düngeregeln stoßen bei der Landesregierung auf wenig Begeisterung. „Es ist zunächst ein Kompromiss auf Bundesebene“, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums. In manchen Punkten hätte man sich in Niedersachsen mehr Spielräume für die Landwirte gewünscht – etwa bei der Düngung von Zwischenfrüchten.

BUND befürwortet die Regelungen

Der Naturschutzverband BUND in Niedersachsen hingegen befürwortet die Regelungen für ökologisch wirtschaftende Betriebe – sieht in dem Gesamtpaket aber keine wesentliche Verbesserung. „Da wird rumgesteuert, um auch die Interessen des Bauernverbandes zu berücksichtigen“, sagte BUND-Agrarreferent Tilman Uhlenhaut. Manche Vorhaben seien ungenau und widersprüchlich.

Von Gabriele Schulte

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