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Wirtschaft Geschäftsführer weist Spekulationen über Schaeffler-Zukunft zurück
Nachrichten Wirtschaft Geschäftsführer weist Spekulationen über Schaeffler-Zukunft zurück
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17:23 22.05.2009
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Schaeffler-Firmensitz in Herzogenaurach Quelle: Timm Schamberger/ddp
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„Alle derzeitig in den Medien zu lesenden Spekulationen sind verfrüht. Die Prüfung der Optionen ist ergebnisoffen“, sagte Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe am Freitag. Zuvor hatte die „Financial Times Deutschland“ (Freitagsausgabe) gemeldet, zwischen den beiden Autozulieferern zeichne sich die Übernahme eines großen Aktienpakets durch die kreditgebenden Banken ab.

Es dürfe auch nach Meinung der Familie Schaeffler bei einer Zusammenarbeit „keine Gewinner und Verlierer“ geben, hieß es in einer Mitteilung. Alle Parteien, auf die es ankommt, müssten dahinter stehen können. Zudem müsse der Ursprungsgedanke, die Stärke der beiden Unternehmen so zusammenzuführen, dass dadurch ein für die Zukunft ausgerichtetes starkes Unternehmen entsteht, „optimal“ umgesetzt werden.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte berichtet, dass die Commerzbank die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt haben soll, eine für die Banken möglichst kapitalschonende Integration durchzurechnen. Der Continental-Aufsichtsrat trifft sich dem Blatt zufolge am 8. Juni zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung. Bis dahin sollten detaillierte Vorstellungen entwickelt werden. Unterdessen sei Schaeffler bereit, den Geschäftsführer Geißinger für die Integration in den Automobilzulieferer Continental zu opfern.

Der Schaeffler-Chef hatte den Einstieg beim deutlich größeren Konkurrenten eingefädelt. Der Familienkonzern hat sich dafür mit rund zwölf Milliarden Euro verschuldet und hat nun Probleme, die Kredite zu bedienen. Als Favorit für den Chefposten einer fusionierten Gruppe gilt jetzt Conti-Chef Karl-Thomas Neumann. Zu diesen Gerüchten äußerte sich Geißinger am Freitag nicht.

ddp