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Nachrichten Wirtschaft Frühere HSH Nordbank informiert Mitarbeiter über Personalabbau
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10:49 11.12.2018
Die HSH Nordbank war 2003 aus der Fusion der Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein hervorgegangen und hatte in ihrer kurzen Geschichte mit einer Vielzahl von Krisen und Skandalen zu kämpfen. Quelle: Frank Molter/dpa
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Hamburg

Die frühere HSH Nordbank, die jetzt Hamburg Commercial Bank heißt, informiert am Dienstag ihre Mitarbeiter über die weiteren Schritte. Es sind auch konkrete Aussagen über den weiteren Personalabbau in der Bank zu erwarten, nachdem sich am Montag der Aufsichtsrat der Bank konstituiert und erste Beschlüsse gefasst hat.

Bankchef Stefan Ermisch hatte schon in der letzten Phase der erfolgreichen Privatisierung grundlegende Änderungen in der Struktur der Bank und „deutlich schlankere Strukturen“ angekündigt. Der zweite Hauptsitz in Kiel fällt weg; dort wird die Hamburg Commercial Bank künftig aber noch Verwaltungsaufgaben und IT erledigen. An dem Standort sollen künftig noch 200 bis 600 von bislang 700 Arbeitsplätzen erhalten bleiben.

Viele Aufgaben bei der Nordbank fallen weg

Zuletzt hatte die Bank noch 1700 Beschäftigte, umgerechnet auf Vollzeit-Stellen. Nun wird voraussichtlich eine Hierarchieebene gestrichen und auch die Abbaubank, in der die schlechten Risiken und auslaufenden Geschäfte gebündelt waren, wird aufgelöst. Damit fallen viele Aufgaben weg, so dass etliche Mitarbeiter nicht mehr gebraucht werden. Unwidersprochen blieben bislang Medienberichte, nach denen die Zahl der Beschäftigten in den nächsten Jahren auf 1200 bis 1300 fallen könnte, längerfristig eventuell auf unter 1000. Doch das hängt auch ab vom weiteren Geschäftsverlauf des Instituts, das sich als norddeutsche Geschäftsbank positionieren wird.

Auf Fusion zweier Landesbanken hervorgegangen

Die HSH Nordbank war 2003 aus der Fusion der Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein hervorgegangen und hatte in ihrer kurzen Geschichte mit einer Vielzahl von Krisen und Skandalen zu kämpfen. Nachdem die Bank zwei Mal von den Ländern vor der Insolvenz gerettet wurde, musste sie auf Anweisung der EU-Kommission verkauft oder abgewickelt werden. Für eine Milliarde Euro übernahmen US-Invesmentfonds unter der Führung von Cerberus und Christopher Flowers die Bank.

Von RND/dpa