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Wirtschaft Ergo-Chef verspricht volle Transparenz
Nachrichten Wirtschaft Ergo-Chef verspricht volle Transparenz
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10:44 30.09.2012
Der Vorstandsvorsitzende der Ergo-Versicherungsgruppe, Torsten Oletzky, verspricht Transparenz nach dem Sex-Reisen-Skandal.
Der Vorstandsvorsitzende der Ergo-Versicherungsgruppe, Torsten Oletzky, verspricht Transparenz nach dem Sex-Reisen-Skandal. Quelle: dpa
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Wie groß ist der Imageschaden durch die in den vergangenen Jahren bekanntgewordenen Sex-Reisen?

Torsten Oletzky: „Ein Schaden ist schwer zu quantifizieren. Die Storno-Quote - sie misst, ob uns Kunden vorzeitig verlassen - hat sich eher noch verbessert, so auch im vergangenen Jahr. Und bei den Kündigungen gab es nur eine begrenzte Zahl von Kunden, die diesen Schritt mit Hinweis auf die Skandale verbunden haben."

Welche Stimmung schlägt den Vertretern beim Kundenkontakt entgegen?

„Die Stimmung im Vertrieb und im gesamten Unternehmen ist durchaus bedrückt. Mitarbeiter im Vertrieb bei den Agenturen und im Innendienst werden auch in der Freizeit auf die Skandale angesprochen. Deshalb haben wir uns für volle Transparenz entschieden, um Vertrauen zurückzugewinnen."

Welche Fehler gab es in der Vergangenheit?

„Wir haben in der öffentlichen Diskussion nicht immer gut ausgesehen. Und speziell nach dem Fall Budapest wurden wir ja zu Recht kritisch hinterfragt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite jetzt so viele Details wie möglich, die unsere Untersuchungen zu den Reisen betreffen, unter anderem auch einzelne Revisionsberichte beziehungsweise Auszüge daraus und weitere Dokumente. Und wir werden diese neuen Transparenz-Standards in Zukunft beibehalten.

Wir werden unser Anreizsystem weiter verändern. Reisen für unsere Vertriebspartner werden nur noch in Europa und mit Ehepartner ausgeschrieben. Und bei Fehlverhalten werden wir klare Sanktionen aussprechen, damit unseren Mitarbeitern die Konsequenzen auch deutlich werden. Wo es Fehlverhalten gibt, müssen wir klarstellen, dass es keine Toleranz gibt."

dpa

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