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Wirtschaft Entwicklungsländer bekommen mit 55 Milliarden Dollar
Nachrichten Wirtschaft Entwicklungsländer bekommen mit 55 Milliarden Dollar
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22:33 25.04.2009
Weltbank-Chef Robert Zoellick (Mitte) Quelle: Paul J. Richards/afp
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Den von der Krise besonders hart getroffenen ärmeren Länder darin werden 55 Milliarden Dollar (48 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt, wie Weltbank-Chef Robert Zoellick während der Frühjahrstagungen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington erklärte. Zoellick betonte, wie wichtig es sei, parallel zu den Hilfsmaßnahmen in den Industrieländern auch die Entwicklungsländer zu unterstützen, da diese keine milliardenteuren Rettungspakete für ihre Ökonomien auflegen könnten.

Das Infrastruktur- und Investitionspaket speist sich demnach aus zwei Töpfen: dem Weltbank-eigenen Infrastructure Recovery and Assets (INFRA) und der Weltbanktochter für den Privatsektor, der Infrastructure Crisis Facility (ICF).

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In einem am Freitag von IWF und Weltbank vorgelegten Bericht hieß es, die weltweite Wirtschaftskrise lasse eine Linderung der Not in den armen Ländern in immer weitere Ferne rücken. Die Zahl der chronisch hungernden Menschen in den Entwicklungsländern werde in diesem Jahr auf eine Milliarde steigen. Im Jahr 2007 habe sie noch bei 850 Millionen gelegen, im vergangenen Jahr dann bei 960 Millionen. Auch die Einhaltung der Millenniumsziele bis 2015 sei fraglich.

IWF und Weltbank halten am Wochenende ihre Frühjahrstagungen in Washington ab. Die Mitgliedsländer wollen ihr Vorgehen gegen die Krise abstimmen und über die Umsetzung der Beschlüsse des Londoner Finanzgipfels beraten. Dort wurde beschlossen, dem IWF mehr als eine Billion Dollar zur Krisenbekämpfung zur Verfügung zu stellen und ihn mit der Regulierung der Finanzmärkte zu beauftragen.

afp

Carola Böse-Fischer 25.04.2009
25.04.2009