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Wirtschaft Ein Lager für den Amarok
Nachrichten Wirtschaft Ein Lager für den Amarok
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20:59 12.01.2012
Von Sören Hendrik Maak
Von oben schauen Jörg Bode und Stephan Weil zu, wie Andreas Fleischer (li.) von Goodman den Schlüssel an Karl-Heinz Hüninghake (VWN) übergibt. An der Tür steht Betriebsrat Thomas Zwiebler.
Von oben schauen Jörg Bode und Stephan Weil zu, wie Andreas Fleischer (li.) von Goodman den Schlüssel an Karl-Heinz Hüninghake (VWN) übergibt. An der Tür steht Betriebsrat Thomas Zwiebler. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Vom Sommer an werden die Bänder für den Geländewagen aus dem hannoverschen Norden unweit des Volkswagenwerks in Stöcken versorgt. Bisher wird der Amarok ausschließlich im argentinischen Pacheco produziert. Voriges Jahr waren es 76 000 Fahrzeuge.

„Der Amarok ist in Südamerika sehr erfolgreich und wird auch auf dem europäischen Markt immer beliebter“, sagte VWN-Logistikleiter Karl-Heinz Hüninghake bei der offiziellen Übergabe der 10 000 Quadratmeter großen Halle vor 200 Gästen. Die ersten Teile aus Übersee könnten bereits im Februar eingelagert werden. 2013 soll eine Produktionskapazität von 41 000 Fahrzeugen erreicht werden.

„Wir haben die erste Halle in vier Monaten gebaut und wollen bis Ende März komplett fertig sein“, sagte Andreas Fleischer, Manager von Goodman Germany. Das Immobilienunternehmen ist Bauherr. Volkswagen Nutzfahrzeuge mietet die Hallen, und der Logistikdienstleister Panopa betreibt das Lager im Auftrag von VWN. Die Arbeiter übernehmen auch leichte Montagearbeiten wie das Zusammenstecken von Stoßfängern.

Der niedersächsische Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) sieht die Produktion des Amarok als Zeichen dafür, „dass industrielle Produktion auch in Niedersachsen wettbewerbsfähig möglich ist“. Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) hob die Bedeutung von VWN für die regionale Wirtschaft hervor. „Die Mobilitätswirtschaft spielt bei uns nach wie vor eine tragende Rolle.“

Auch VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler fand lobende Worte. In den Jahren 2004 und 2006 habe man mit Volkswagen Verträge über die Sicherung langfristiger Beschäftigung geschlossen. Die damalige Zusage, zwei neue Modelle in Hannover fertigen zu lassen, halte Volkswagen nun ein. Neben der Karosserie des Porsche Panamera werde bald auch der Amarok in Hannover vom Band laufen. „Das sichert langfristig über 1000 Arbeitsplätze.“

Das neue Logistikzentrum liegt unmittelbar an den Autobahnen 2 und 352 sowie dem Nordhafen. Trotzdem forderte Hüninghake verkehrspolitische Initiativen wie etwa den Ausbau der Brücke über dem Mittellandkanal oder eine neue Autobahnausfahrt.

Die Immobilie in der „Schwarzen Heide“ ist rund 45 000 Quadratmeter groß. An überdachten Hallenflächen stehen 30 000 Quadratmeter zur Verfügung. Hinzu kommen sogenannte Kalthallen, in denen die Lastkraftwagen beladen werden sollen. Eine Schallschutzwand von einem halben Kilometer soll die Nachbarschaft gegen Lärm abschirmen.