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Wirtschaft Digitale Aufholjagd wird teuer
Nachrichten Wirtschaft Digitale Aufholjagd wird teuer
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00:18 17.12.2017
Auch im Versicherungsgeschäft wird das Smartphone immer wichtiger. Deshalb müssen die Unternehmen viel Geld in neue Technik investieren.  Quelle: obs
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Hannover

 Deutschlands Versicherer kämpfen derzeit an etlichen Fronten, aber in einem Punkt sind sich alle einig: Die Digitalisierung ist das große Thema der nächsten Jahre, und hier muss sich die Branche gewaltig anstrengen, um ihren technischen Rückstand aufzuholen.  So hörte man es jetzt auch von den Chefs der beiden hannoverschen Versicherer VHV und VGH beim Rückblick aufs Jahr 2017. VGH-Chef Hermann Kasten glaubt zwar nicht an „disruptive“ Veränderungen, aber klar sei auch, dass die Versicherungsgruppe Hannover in den nächsten Jahren viel Geld investieren müsse. Dazu sei sie auch aufgrund ihrer guten Finanzlage „Gott sei Dank in der Lage“.

Etwas konkreter wurde VHV-Chef Uwe Reuter. Er sprach von „einigen hundert Millionen Euro“, die sein Unternehmen in die Modernisierung der gesamten Informationstechnologie stecke. Es sei das bislang größte Investitionsvorhaben der VHV. Dabei geht es um die Automatisierung der internen Vorgänge, aber auch um den Kontakt zum Kunden.  Ziel ist es zum Beispiel, dass Versicherungsabschlüsse via Smartphone problemlos möglich sind. „Wer die Digitalisierung verschläft, wird große Nachteile haben“, prophezeite Reuter

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Die vorläufige Bilanz des Jahres 2017 fällt sowohl bei der VGH als auch bei der VHV positiv aus. Kasten sprach sogar von einem „überraschend guten Jahr“ für die Gruppe, obwohl die Beitragseinnahmen insgesamt leicht gesunken sind. Bei VHV-Chef Reuter ist zwar lediglich von einem „ordentlichen Jahr“ die Rede,  das Unternehmen habe sich „ganz gut“ behauptet“. Immerhin reicht es aber wieder  für eine sehr anständige Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter: Sie sollen mehr als zwei Monatsgehälter zusätzlich zu den 13,3 Tarifgehältern pro Jahr bekommen. Die genaue Höhe steht noch nicht fest.  Allerdings sieht Reuter einen spürbar schärfer werdenden Wettbewerb. Er warnte deshalb vor  „Selbstzufriedenheit“ in der VHV-Mannschaft nach der jahrelangen Erfolgssträhne. 

Von Albrecht Scheuermann

14.12.2017
14.12.2017
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