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Wirtschaft Dieselskandal: Vier Kronzeugen belasten Ex-VW-Chef Winterkorn
Nachrichten Wirtschaft Dieselskandal: Vier Kronzeugen belasten Ex-VW-Chef Winterkorn
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20:30 02.05.2019
Wann wusste Martin Winterkorn über die eingesetzte Betrugssoftware Bescheid? Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung fußt die Anklage gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn nicht zuletzt auf vier Kronzeugen, die gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber aussagen wollen. Die hochrangigen VW-Mitarbeiter behaupten, Winterkorn schon frühzeitig über die Probleme mit der verbauten Betrugssoftware informiert zu haben.

Bisher hieß es von Winterkorn und Volkswagen, dass der Vorstand des Unternehmens erst im September 2015 von der eingesetzten Betrugssoftware erfahren hat. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft Winterkorn allerdings vor, schon früher von den Vorgängen gewusst zu haben – und trotzdem nicht Behörden und Aktionäre informiert zu haben. Schwerer Betrug und Untreue sind deshalb die Vorwürfe gegen Winterkorn bei der jüngst publik gewordenen Anklage.

Dem Bericht von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zufolge gibt es aber keine Papierspur, die diese Argumentation stützt. Stattdessen untermauern demnach Kronzeugen die Argumentation der Staatsanwälte: Ein im Bereich Produktsicherheit arbeitender Mitarbeiter behaupte, Winterkorn schon 2014 in einem Schreiben davor gewarnt zu haben, dass US-Behörden auf der Suche nach der Betrugssoftware sein könnten.

Kronzeugen ebenfalls Angeklagte

Weitere Mitarbeiter wollen dem Bericht zufolge vor Gericht aussagen, schon im Mai 2015 mit Winterkorn über den Betrug geredet zu haben. Andere angeblich Anwesende können sich laut NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung an das Gespräch aber nicht erinnern.

Übereinstimmen sollen die Aussagen nach Angaben des Rechercheverbunds allerdings in einem Punkt: Am 27. Juli fand in Wolfsburg ein sogenannter Schadenstisch statt. Dort sei Winterkorn explizit über die Betrugssoftware informiert worden.

Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung betonen, handelt es sich bei den Zeugen allerdings selbst um Beschuldigte in der Diesel-Affäre bei Volkswagen. Diese könnten ein Interesse haben, selbst möglichst gut dazustehen.

Von RND/hö

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