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Wirtschaft Einbecker zahlt seit Jahren wieder Dividende
Nachrichten Wirtschaft Einbecker zahlt seit Jahren wieder Dividende
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19:56 09.04.2015
Von Carola Böse-Fischer
Stärker gewachsen als der Gesamtmarkt: Im Sudhaus der Einbecker wird eine Bierprobe gezogen, um die Qualität zu prüfen.
Stärker gewachsen als der Gesamtmarkt: Im Sudhaus der Einbecker wird eine Bierprobe gezogen, um die Qualität zu prüfen.
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Einbeck

Dank des verbesserten Markenauftritts habe man zudem Marktanteile hinzugewonnen. Für 2014 will die südniedersächsische Brauerei erstmals seit Jahren wieder eine kleine Dividende zahlen.

Im vergangenen Jahr hat die Regionalbrauerei mit ihren Töchtern Göttinger Brauhaus und Martini Brauerei in Kassel den Markenabsatz um 2,3 Prozent auf rund 464 000 Hektoliter gesteigert. Damit sei Einbecker deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt, der nur um 0,4 Prozent zugelegt habe, erklärte Gauß. Einschließlich Handelmarken und Lohnbrauaufträgen wie der Braunschweiger Marke Feldschlösschen, die Einbecker seit 2014 im Auftrag des Eigentümers Frankfurter Brauhaus in Frankfurt (Oder) herstellt und abfüllt, erreichte das Unternehmen wieder einen Gesamtabsatz von 665 000 Hektolitern.

Wegen des gestiegenen Verkaufs an Markenbieren erhöhte sich der Umsatz den Angaben zufolge um 3 Prozent auf 40 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 0,33 Millionen Euro, verglichen mit 0,21 Millionen Euro 2013 und knapp 0,1 Millionen Euro 2012. Die Aktionäre der Einbecker Brauhaus AG, darunter die Kulmbacher Familie Ruckdeschel, die über ihre Firma Ireks mit etwa 15 Prozent an Einbecker beteiligt ist, sollen mit einer Minidividende von 6 Cent je Aktie bedient werden. Es ist die erste Ausschüttung seit 2008, damals hatte Einbecker 0,25 Euro gezahlt. Die Ausschüttungssumme beträgt rund 164 000 Euro. Mit dem Rest des Überschusses werden nach Angaben von Gauß die Rücklagen aufgestockt, um das Unternehmen zu stärken.

Nicht enthalten in der Bilanz ist die Tochter Härke Braumanufaktur. Einbecker hatte Härke Anfang 2013 nach der Insolvenz der Peiner Traditionsbrauerei übernommen. Härke sei zwar eine 100-prozentige Tochter, aber Einbecker müsse sie derzeit noch nicht in den Konzernabschluss einbeziehen, sagte Gauß. Denn die dafür notwendigen Kriterien wie die Gesamtzahl der Mitarbeiter würden noch nicht erfüllt. So habe die Beschäftigtenzahl 2014 insgesamt bei 215 gelegen, liege damit noch deutlich unter der für einen Konzernabschluss maßgeblichen Zahl von 250.

Ganz zufrieden mit der neuen Tochter ist der Einbecker-Manager noch nicht, wie er sagte. 2014 habe Härke nochmals etwas Absatz verloren, 48 400 Hektoliter seien verkauft worden, nach etwa 50 000 Hektoliter im Jahr zuvor. Wie im Vorjahr hat Härke aber wieder einen kleinen Gewinn von 30 000 Euro nach Einbeck überwiesen. „Wir haben die Übernahme nicht bereut“, sagte Gauß, „wir glauben an die gute Position der Marke in der Region.“ Aber es dauere etwas, bis die eingeleiteten Änderungen griffen.

Im Oktober gibt es bei Einbecker einen Wechsel im Vorstand. Vertriebschef Walter Schmidt geht in den Ruhestand, das Ressort übernimmt Martin Deutsch. Der 50-jährige Manager aus Fürstenfeldbruck war den Angaben zufolge unter anderem für die Münchener Brauerei Paulaner tätig.

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