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Wirtschaft Kommentar: Noch sind die Lager gefüllt
Nachrichten Wirtschaft Kommentar: Noch sind die Lager gefüllt
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19:45 26.02.2020
Containerschiffe werden im Hamburger Hafen bei untergehender Sonne abgefertigt. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Hannover

Am Anfang stand die Warnung von Apple: Weil in China die Produktion vielerorts lahmt, kann der Konzern im laufenden Quartal weniger iPhones verkaufen als geplant. Auch wenn kaum ein anderes Unternehmen so stark von den Fabriken in Fernost abhängt, war die Botschaft eindeutig – der Ausbruch des Coronavirus dürfte nicht nur die Konjunktur in China schwächen, sondern auch die weltweiten Lieferketten gefährden. An den Börsen geht es seither mit den Kursen bergab.

Während das Virus Europa schon erreicht hat, wird es in der Welt der Waren noch eine Weile dauern, bis die Folgen auch in den Regalen offenbar werden: Für die Fahrt von Hongkong nach Hamburg braucht ein Containerschiff etwa einen Monat. Noch sind die Lager im Handel und bei Zulieferern recht gut gefüllt – da aber drei Viertel aller iPhones aus China kommen, sind Lücken im Sortiment unausweichlich. Gleiches gilt für Textilien: Da jedes dritte Teil aus China importiert wird, kann es sein, dass die Neuheiten der Vormonate etwas länger modisch bleiben müssen als üblich.

Einen anderen Trend hingegen könnte das Virus verstärken: Schon seit geraumer Zeit ist von einer Entkopplung der beiden größten Volkswirtschaften die Rede – Donald Trump erwartet, dass US-Firmen ausgelagerte Jobs zurückholen, China möchte seine Abhängigkeit von amerikanischer Technologie verringern.

Für weniger ideologisch ausgerichtete Unternehmen sind die steigenden Lohnkosten Grund genug, um sich aus Zentren wie Guangzhou oder Shenzhen zurückzuziehen und Produktionsstätten in Vietnam oder Kambodscha aufzubauen.

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Von Jens Heitmann

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