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Wirtschaft Conti-Chef: Kein Grund, in Batteriefabrik zu investieren
Nachrichten Wirtschaft Conti-Chef: Kein Grund, in Batteriefabrik zu investieren
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17:01 19.05.2019
„Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, in Deutschland zu investieren“: Conti-Chef Elmar Degenhart zur Debatte um die Batteriezellfertigung. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Der hannoversche Autozulieferer Continental sieht eine Batteriezellfertigung für Elektroautos in Deutschland weiterhin skeptisch. „Für mich gibt es aus Kostengründen keinen nachvollziehbaren Grund, in Deutschland zu investieren“, sagte Continental-Chef Elmar Degenhart dem „Tagesspiegel“. Dies hätte aus Sicht der Conti heute einen großen Wettbewerbsnachteil, weil die Energiekosten viel zu hoch wären.

Bereits im Herbst hatte Degenhart klargemacht, dass auch die von der Bundesregierung zugesagte Förderung kein Argument für den Konzern sei, in die Batteriezellfertigung einzusteigen. Continental könne es sich nicht erlauben, Investitionsentscheidungen aufgrund von Subventionen zu tätigen, bekräftigte er frühere Aussagen.

Degenhart kritisiert die Bundesregierung

Timing sei extrem wichtig, hatte Degenhart bereits im Herbst erläutert. „Wer zu früh zu viel investiert, der wird Milliarden verbrennen. Wenn Sie den richtigen Zeitpunkt verpassen, dann werden Sie den Markt verlieren.“ Nach 2020 sei besser absehbar, ob künftige Technologien wie die Feststoffbatterie der richtige Weg seien.

Degenhart kritisierte die Bundesregierung scharf dafür, dass sie den Fokus auf die batteriebasierte Elektromobilität legt. „Die Politik versteht die Komplexität nicht in ausreichendem Maße und ist nicht mehr technologieoffen“, sagte der dem „Tagesspiegel“ weiter. „Sie hat die CO2-Regulierung ab 2025 strenger als erwartet gestaltet und zwingt die Industrie damit in die Lithium-Ionen-Technologie.“

Volkswagen investiert eine Milliarde Euro

Vergangene Woche hatte Volkswagen angekündigt, in die Fertigung von Batteriezellen einsteigen zu wollen und dafür knapp eine Milliarde Euro zu investieren. Am Standort Salzgitter sollen rund 700 Arbeitsplätze entstehen. Der Autobauer startet derzeit eine Elektrooffensive und setzt dabei ausschließlich auf batteriegetriebene Fahrzeuge.

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