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Wirtschaft Continental-Chef schließt Kündigungen nicht aus
Nachrichten Wirtschaft Continental-Chef schließt Kündigungen nicht aus
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17:50 10.09.2019
„Es hilft nicht mehr, die Dinge schönzureden“: Continental-Chef Elmar Degenhart. Quelle: Thomas Frey/dpa
Hannover

Beim Autozulieferer Continental drohen auch betriebsbedingte Kündigungen. Wegen der sich verschlechternden Auftragslage könne man einen solchen Schritt „als letztes Mittel nicht ausschließen“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart am Dienstag auf der Automesse IAA in Frankfurt. Eine genaue „Zielzahl“ zu möglicherweise betroffenen Werken oder Mitarbeitern könne er derzeit aber noch nicht nennen. Die Gewerkschaft IG Metall und der Konzernbetriebsrat fordern eine Beschäftigungssicherung.

Neun Werke von Powertrain gefährdet?

Die konjunkturelle Entwicklung sei kritisch, sagte Degenhart: „Wir schlittern nicht in die Krise hinein, sondern befinden uns mittendrin. Es hilft nicht mehr, die Dinge schönzureden.“ Priorität habe nun eine verantwortungsvolle Planung: „Wir werden alle Hebel ziehen, um unsere Belegschaft zu schützen.“ Nach Angaben aus Arbeitnehmerkreisen könnten bei Continental bis zu 4000 Stellenwegfallen, vor allem im Geschäftsbereich Automotive. In der Antriebssparte Powertrain sind dem Vernehmen nach neun von weltweit 32 Werke gefährdet.

Die Powertrain-Sparte soll unter dem neuen Namen Vitesco Technologies an die Börse gehen oder als eigenständiges Unternehmen abgespalten werden. „Für Vitesco sehen wir den Bereich Elektrifizierung als Chance“, sagte Degenhart. Beim allmählichen Abschied vom Verbrennermotor verschiebe sich der Schwerpunkt zunehmend auf Elektronik, Sensorik und Software – Mechanik und Hydraulik verlören an Bedeutung. Voraussetzung für einen Teilbörsengang sei ein positives wirtschaftliches Umfeld im kommenden Jahr: „Vitesco unter Wert zu verkaufen würde keinen Sinn machen.“

Klimaneutral bis 2040: Conti will ab nächstem Jahr an allen Standorten nur noch Ökostrom einsetzen. Der Konzern verfolge das Ziel, spätestens 2040 in der Produktion keine klimaschädlichen Emissionen mehr freizusetzen, sagte Degenhart.

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Von dpa/jen

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