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Wirtschaft China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus
Nachrichten Wirtschaft China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus
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12:15 14.12.2018
China setzt die Sonderabgaben auf Importe von Autos und Autoteile aus den USA für drei Monate aus. Quelle: Wenjun Chen/dpa
Peking

China setzt die Sonderabgaben auf Importe von Autos und Autoteile aus den USA für drei Monate aus. Der Einfuhrzoll werde von 1. Januar an von 40 wieder auf 15 Prozent gesenkt, teilte das Handelsministerium am Freitag in Peking mit.

Der Handelskrieg mit den USA bremst inzwischen die chinesische Wirtschaft. Der Einzelhandel und die Industrieproduktion blieben im November deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die schlechten Wirtschaftsdaten drückten am Freitag die chinesischen Aktienmärkte und demonstrieren vor der jährlichen Wirtschaftskonferenz der chinesischen Führung nächste Woche in Peking die Herausforderungen für die zweitgrößte Volkswirtschaft.

Mit 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel das Wachstum des Einzelhandels auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg errechnete. Die Industrieproduktion wuchs auch nur mit 5,4 Prozent - so langsam wie seit zehn Jahren nicht mehr. Damit könnte das Wirtschaftswachstum zum Jahresende unter die 6,5 Prozent im dritten Quartal fallen.

Schlechte Stimmung drückt die Kauflaune

Die schlechte Stimmung wegen des Handelskrieges mit den USA dürfte laut Experten die Kauflaune gedrückt haben. So ist der Verkauf von Autos im November um zehn Prozent und der von Kommunikationsgeräten um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gefallen, wie die ANZ-Bank berichtete. Auch fiel der Absatz von Petroleumprodukten spürbar, wie das Statistikamt hervorhob.

Chinas Wirtschaft schwächelt und bereitet vielen Anlegern Sorgen“, hieß es in einer Analyse der Commerzbank. „Eine ausgewachsene Krise ist allerdings unwahrscheinlich.“ So steuerten Regierung und Notenbank bereits dagegen, indem Steuern gesenkt und die Kreditversorgung verbessert worden seien. Das Ziel des Schuldenabbaus sei vorerst zurückgestellt worden, hieß es weiter.

Nach „Waffenstillstand“-Vereinbarung bleiben 90 Tage Zeit

Nachdem US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am 1. Dezember nach dem G20-Gipfel der Wirtschaftsmächte in Buenos Aires einen „Waffenstillstand“ in ihrem Handelskrieg vereinbart hatten, bleiben den Unterhändlern 90 Tage Zeit für eine Lösung. Es gab zwar erste Gespräche, aber bisher noch keine Hinweise, wann und wo beide Seiten zu Verhandlungen zusammenkommen wollen.

Als Reaktion auf die schlechten Wirtschaftsdaten fiel der Composite Index an der Börse in Shanghai um 1,53 Prozent, während der Component Index in Shenzhen um 2,28 Prozent zurückging. Auch andere asiatische Märkte in Tokio, Hongkong oder Seoul rutschten deutlich ins Minus.

Von RND/dpa

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