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Nachrichten Wirtschaft Gebäudereiniger streiken für Weihnachtsgeld
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00:30 20.11.2018
Vor der Leibniz Universität streikten Gebäudereiniger für ein tarifliches Weihnachtsgeld. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

In ganz Deutschland haben am Montag Hunderte Gebäudereiniger ihre Arbeit niedergelegt und sich am ersten Warnstreik der IG Bauen-Agrar-Umwelt beteiligt. Die Gebäudereiniger fordern ein tarifliches Weihnachtsgeld, die Arbeitgeber lehnen Verhandlungen ab. Laut Gewerkschaft versammelten sich die Arbeitnehmer unter anderem an den Flughäfen in München, Frankfurt und Tegel. Auch an Industriebetrieben wie Thyssenkrupp in Duisburg und Volkswagen in Baunatal streikten die Gebäudereiniger. Allein am Frankfurter Flughafen ließen nach Angaben der Gewerkschaft mehr als 200 Tarifbeschäftigte die Reinigungsmittel und Besen stehen. Im Laufe des Tages seien zudem Krankenhäuser, Verwaltungen und Schulen bestreikt worden – insgesamt rund 170 Objekte.

Warnstreik in Niedersachsen

In Niedersachsen nahmen laut Regionsleiter Eckhardt Störmer mehrere Hundert Gebäudereiniger an dem Warnstreik teil. In Celle, Osterode im Harz, Bad Gandersheim und Wolfsburg streikten die Gewerkschafter vor Berufsschulen und Kliniken, in Hannover demonstrierten die Arbeitnehmer vor der Scharnhorst-Kaserne, der Leibniz Universität und der R+V Versicherung.

„Die Beschäftigten in der Gebäudereinigung sind sauer. Sie wollen endlich die Anerkennung, die sie sich verdient haben und nicht länger als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux. Die meisten würden in der untersten Lohngruppe arbeiten. Für Gebäudereiniger liegt der Stundenlohn hier bei 10,30 Euro. Die Gewerkschaft verlangt für die Beschäftigten eine zusätzliche Zahlung von rund 800 Euro.

Innung lehnt Verhandlungen ab

Die Forderung nach Verhandlungen über ein 13. Monatsgehalt lehnt der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) ab. „Das Lohnniveau ist durch den vereinbarten Tariflohn für die kommenden Jahre stark gestiegen“, sagte Johannes Bungart, Geschäftsführer des BIV. „Das geforderte 13. Monatsgehalt wäre eine weitere Lohnerhöhung von 4,17 Prozent und ist kurz nach Verhandlung unserer Löhne bis 2020 zurzeit nicht umsetzbar.“ Das Gebäudereiniger-Handwerk liege mit den vereinbarten Löhnen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro.

Von Tomma Petersen

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