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Wirtschaft Bankrott von General Motors gilt als wahrscheinlich
Nachrichten Wirtschaft Bankrott von General Motors gilt als wahrscheinlich
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14:36 10.04.2009
Der marode US-Autobauer General Motors wird einem Zeitungsbericht zufolge höchstwahrscheinlich Insolvenz anmelden. Quelle: Stan Honda/afp
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Im Moment gebe es zwei Möglichkeiten, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Experten. Zum einen könne das Unternehmen kostensparende Konzessionen von Gewerkschaften und Anteilseignern einfordern, um zu überleben. Die andere Möglichkeit, der Bankrott, sei derzeit aber am wahrscheinlichsten. Das US-Finanzministerium drängt GM, seinen Anteilseignern einen "kleinen Teil" der Firmenanteile anzubieten. US-Präsident Barack Obama kündigte an, ein Programm zum Kauf von US-Autos für seine Regierung zu beschleunigen.

Auch der neue Chef des Unternehmens, Fritz Henderson, hatte eine Insolvenz kürzlich nicht ausgeschlossen. GM hat bereits 13,4 Milliarden Dollar vom Staat erhalten. Bis Ende Juni hat das Unternehmen Zeit, einen Umstrukturierungsplan vorzulegen, der ihm weitere Staatshilfen sichern soll.

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Wie Obama in Washington mitteilte, will seine Regierung bis Juni 285 Millionen Dollar für Fahrzeuge der US-Marken GM, Chrysler und Ford ausgeben. Unter den 17.600 Autos sollen auch 2500 Hybrid-Limousinen sein. So soll der Benzin-Verbrauch durch die Regierungsflotte pro Jahr um 3,8 Millionen Liter gesenkt werden; zudem würden mehr als 11.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart.

Mehr als zwei Drittel der US-Bürger lehnen einer Umfrage zufolge weitere Staatshilfen für die angeschlagenen Autounternehmen des Landes ab. In einer vom Fernsehsender CNN veröffentlichten Umfrage sprachen sich 76 Prozent der Befragten dafür aus, die Firmen lieber Pleite gehen zu lassen. Die US-Regierung hatte in den vergangenen Monaten Milliardenbeträge in Chrysler und die Opel-Mutter General Motors (GM) gepumpt, um einen Bankrott der Unternehmen abzuwenden.

Während in einer vorherigen Umfrage im Dezember noch 66 Prozent der Meinung waren, dass die Autobauer aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung gerettet werden müssten, sagten dies nun nur noch 47 Prozent der in der vergangenen Woche 1023 Befragten.

afp